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Consommé double – Doppelte Rinderkraftbrühe

Die Consommé double – doppelte Rinderkraftbrühe ist eine klassische Brühe in einem feierlichen Menü und Basis für feine Suppen und Saucen. Die wichtigste Zutat ist Zeit und Geduld. Die Herstellung an sich ist sehr einfach. Will man sie an einem Tag fertig kochen, so empfiehlt sich ein Tag an einem trüben Wochende. Von Anfang bis Ende sollte man mindestens fünf Stunden, eher sogar sieben Stunden einplanen. Doch nur ab und zu ist man für einzelne Arbeitsgänge in der Küche beschäftigt. Die meiste Zeit köchelt die Brühe vor sich hin. Denn erst mit der Zeit gehen wirklich alle Geschmacksstoffe der Zutaten in die Brühe über und ergeben die hochkonzentrierte und geschmackvolle Kraftbrühe, für die sie berühmt ist.

Dry aged Steak saignant – Steaks wie in Frankreich

Ein dry aged Steak saignant – das ist für mich der Steakhimmel! Denn da kommen gleich zwei perfekte Dinge zusammen – ein gut gereiftes Steak und meine favorisierte Steak-Garstufe. Bei dry aged erhalte ich mit Sicherheit fast uneingeschränkte Zustimmung, beim Gargrad meist eher Erstaunen. Denn ’saignant‘ kennt man in Deutschland kaum. Sogar Köche kennen diesen Begriff oft nicht und nur selten bestellen Gäste in Deutschland überhaupt eine Garstufe, bei der der Kern oder der innere Kern des Fleisches noch roh ist. In Frankreich dagegen ist saignant die am häufigsten bestellte Steakgarstufe! Und genau dort habe ich sie kennen und lieben gelernt. Frankreich ist für mich ein Steak-Land. Mit ihrer Art ein Rind zu zerteilen fängt es an, z.B. mit Fleischteilen, die dort kurzgebraten werden anstelle wie in Deutschland im Schmortopf oder in die Wurst zu landen (z.B. Onglet = Nierenzapfen). Und dann natürlich wie weit ein Steak durchgebraten wird. Insgesamt mag man es in Frankreich roher als in Deutschland und England. Allein, wenn man bedenkt, was in Deutschland üblicherweise als ‚medium‘ serviert wird, würde ich …

Cevapcici – Retro-Grillen

Cevapcici gab es früher oft zum Wochenend-Familien-Grillen. Damals gehörten sie standardmäßig dazu! Ohne einen wirklichen Grund – außer vielleicht etwas mehr Bequemlichkeit – wurden sie immer seltener. Andere Dinge wurden vermehrt zum Grillen eingekauft, z.B. Steaks und Bratwürstchen. Letztens wurden fertige Cevapcicis in der Fleischtheke gesichtet. Schnell war der Entschluss gefasst, Cevapcicis wieder einmal selbst herzustellen. Denn dann weiß man, welche Zutaten drin sind! Und ja, sie sind immer noch sehr lecker! Bei der Würzung mit Knoblauch, Salz, Paprika und Pfeffer muss man ausprobieren, wie man die Cevapcici am liebsten mag. Sind Kinder dabei und mag man es eher etwas milder, dann ist die untere Gewürzmenge richtig. Isst man gerne würzig, dann kann auch die obere Gewürzmenge verwendet werden. Beim Abschmecken des rohen Fleisches merkt man schnell, wie viel Würzung man gerne hätte. Die Cevapcici können natürlich sofort nach Herstellung auf den Grill gelegt werden. Noch besser werden sie allerdings, wenn sie einige Stunden im Kühlschrank durchziehen können. Die Mengenangabe ist bewusst ziemlich ungenau gehalten. Denn beim Grillen ist immer das Problem, wie viel essen …