Für den Teller
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Karamellisierter Kaiserschmarrn in der Pfanne gebacken

Wenn es etwas gibt, dass so eindeutig zur deutschsprachigen Alpenküche gehört, dann ist ein karamellisierter Kaiserschmarnn. Ich kann mir nach einer Wanderung in den Bergen nichts besseres vorstellen. Die besten Kaiserschmarrn habe ich meist auf einer urigen Berghütte gegessen. An einem großen schweren Holztisch, der Wanderpartner sitzt gegenüber und in der Mitte der Teller. Munter pickt jeder von seiner Seite aus mit der Gabel die schönsten und meistbepudersten Stücke heraus. Dann erst die kleineren mit weniger Zucker. Bis nach und nach die Sättigung eintritt und man sich fragt, wie man glauben konnte, man würde nicht satt werden. 😉

Um einen guten karamellisierten Kaiserschmarrn herzustellen, braucht es nicht viel. Eier, Milch, Mehl, Zucker, Butter und Puderzucker. Wer mag, kann noch Rosinen zufügen. Beim Teig ist nur wichtig, dass Eigelb und Eiweiß getrennt im Teig verarbeitet werden. Damit er fluffig wird, muss das Eiweiß steif geschlagen sein und vorsichtig unter die restliche Masse gehoben werden. Wer mag, kann ihn 15 Minuten im Ofen bei 180°C backen, dort wird er gleichmäßiger und luftiger als in der Pfanne. Auf den Hütten wird er aber auch meist in der Pfanne gebacken und luftig wird er trotzdem noch. In der Pfanne wird er zuerst hellgold gebacken, mit zwei Löffeln grob zerrupft und dann mit viel Butter und Puderzucker karamellisiert. Wer jetzt mit Butter und Zucker spart, spart am Genuss. Denn nur mit richtig goldbraun karamellisierten Schmarrnstücken wird er perfekt. 🙂 Noch Puderzucker drüber und Apfelmus oder Zwetschgenröster dazu reichen.

Kebo von kebohoming.blogspot.it lädt zum Event Alpenküche bei Zorra ein und sucht leckere Gerichte aus der Alpenregion. Ich finde ein klassischer Kaiserschmarrn darf da nicht fehlen! 🙂

Karamellisierter Kaiserschmarrn in der Pfanne gebacken Karamellisierter Kaiserschmarrn in der Pfanne gebacken

Karamellisierter Kaiserschmarrn in der Pfanne gebacken

2 Portionen als Hauptspeise

Zutaten:
Für den Eierteig:
2 Eigelb
40 g Butter (weich)
35 g Zucker
140 g Milch
60 g Mehl
2 Eiweiß
40 g Rosinen, evtl. in Rum eingeweicht (optional)

Zum Karamellisieren:
gut 20 g Butter
Puderzucker

Zubereitung:
Wer in Rum eingeweichte Rosinen zum Kaiserschmarrn mag, der sollte die Rosinen etwa 2 Stunden vorher in Rum einweichen.

Die Eier trennen. Die Eiweiße steif schlagen. Die weiche Butter mit dem Zucker und den Eigelben schaumig schlagen, anschließend die Milch zufügen und das Mehl unterrühren. Zuletzt den Eischnee vorsichtig unterheben.

Eine Pfanne erhitzen und darin etwas Butter schmelzen lassen. Dann den Eierteig einfüllen und bei mäßiger Hitze langsam stocken lassen bis er auch oben fest wird und unten hellgoldbraun ist. Das kann gut 10 Minuten dauern. Den Schmarrn mit Löffeln in grobe Fetzen zerteilen und gut mit Puderzucker bestreuen. Die Hitze der Pfanne hochdrehen. Die bezuckerten Schmarrnfetzen umdrehen und einige Butterflocken in die Pfanne geben und karamellisieren lassen. Die Rosinen zugeben. Wenn die eine Seite goldbraun ist, die Oberseite gut mit Puderzucker bestreuen und umdrehen und wieder Butterflocken zugeben. Wenn auch diese Seite goldbraun karamelisiert ist, die Pfanne vom Herd nehmen. Letztmalig mit Puderzucker bestreuen und servieren.

Zwetschgenröster, Apfelmus oder Preiselbeermarmelade dazureichen.

Zubereitungszeit: 30 Minuten

5 Kommentare

  1. Hach, genau so! Nach einer Wanderung auf der Hütte mit reichlich Staubzucker… Ich muss sagen, dass ich noch nie Kaiserschmarrn selbst zu Hause gemacht habe. Aber nach deinem Post muss ich das auch unbedingt mal versuchen. Sieht super fluffig aus. Hmmm
    Liebe Grüße
    Doreen von
    GoodLife in mind

  2. Das werde ich mal testen, und wehe wenn das nix wird…
    Dann musst du mich besuchen und mir zeigen wie das geht 😉

  3. Wir haben diese Woche zum wiederholten Male diesen wundervollen Kaiserschmarrn gegessen, dieses Mal mit karamellisierten Walnüssen. Köstlich. Und wenn man das Mehl durch Schaer Kuchen und Kekse ersetzt, ist es sogar glutenfrei. Vielen Dank für das tolle Rezept.

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