Für den Teller, Pizza & Flammkuchen
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Pizza mit Parmaschinken und Rucola

Was gibt es besseres als selbstgemachte Pizza? Natürlich die perfekte Pizza vom Italiener aus mit Buchenholz gefeuerten Steinbackofen. 😉 Die Messlatte ist hoch, wenn man genau so ein Lokal nur 5 Minuten fußläufig hat. Trotzdem. Ab und zu muss es eine selbstgemachte Pizza sein. Wenn man ein paar Dinge beachtet, dann kann man auch zu Hause sensationelle Pizzen herstellen.

Auch wenn es eigentlich keine typisch italienische Pizza ist, so liebe ich sie doch: die Pizza mit Parmaschinken und Rucola. Die Basis für eine gute Pizza sind Teig, Tomatensauce, Belag und Ofen. Rezepte, Tipps & Tricks für Pizza sucht gerade Sandra. Ein willkommener Anlass endlich auch bei Brotwein das erste Pizzarezept zu veröffentlichen. 🙂

Einen tollen Pizzateig erhält man, wenn man – wie beim Brot – nur wenig Hefe verwendet und ihn lange und kühl reifen lässt. So haben die Hefen Zeit sich durch das Mehl zu futtern, sich zu teilen und dabei Kohlendioxid und Aromen zu produzieren. Das unten genannte Rezept ist daher auch mit einer mindestens 20-stündigen Reifephase gedacht. Man kann es gut an einem Abend herstellen und 1, 2 oder 3 Tage später verbacken – genau so, wie es gerade passt. Für eine italienische Pizza, sollte der Teig möglichst dünn sein. Das verlangt etwas Übung, ist aber machbar. Wie man im Foto sieht, kreisrund ist optisch schön, aber auch unregelmäßig ist die Pizza lecker. 😉

Gut ist es, wenn man ein Tomatensugo im Vorrat hat. Auf das kann man zurückgreifen und muss es am Backtag (oder am Tag zuvor) lediglich einreduzieren. Ansonsten bleibt nicht viel anderes übrig, als die Sauce neu zu kochen. Entweder aus frischen Tomaten oder aber aus guten Dosentomaten (siehe Alternative). Wichtig ist auch hier die spätere Konsistenz. Möglichst dickflüssig soll sie sein, so wie Mus. Zwiebeln und Tomatenkerne sollten entweder püriert oder rauspassiert sein, denn sie stören manchen im Mundgefühl auf einer Pizza. Auf jeden Fall soll die Sauce intensiv tomatig und bereits komplett gewürzt sein. Fertig gekaufte Saucen sind nur sehr sehr selten mit einer selbstgekochten Tomatensauce vergleichbar. Über die dann mit eingekauften Zusatzstoffen, mag man gar nicht länger nachdenken…

Beim Belag gibt es eigentlich nur zwei wichtige Dinge zu beachten. Die Frische und Qualität der Zutaten. Pizza eignet sich nicht zur Resteverwertung! Die köstlichste Pizza schmeckt plötzlich unangenehm und dumpf, wenn z.B. die Salami nach dem Backen „billig“, oder gar das Fett alt und schmierig schmeckt… Dann wäre eine Pizza Margherita die 100-fach bessere Wahl gewesen. Beim Käse bevorzuge ich normalen Mozzarellakäse. Bei einem Test konnte ich im Endzustand nicht erkennen, welches der Kuh- und welches der Büffelmozzarella war. Somit wähle ich ganz pragmatisch den einfachen.

Durch die Brotbäckerei ist inzwischen ein 3 cm dicker Pizzastein (Schamottstein) im Haushalt. Dieser speichert die Wärme und gibt sie gut an die Pizza wieder ab. Nachteil ist allerdings bei 3 cm, dass er etwa 45 Minuten zum Aufheizen braucht. Ein dünnerer Stein tut seinen Dienst genauso gut und ist schneller einsatzbereit. Sein Nachteil ist leider die Bruchanfälligkeit. Mein erster Stein hielt nach unbeschadeter Postzustellung etwa 30 Minuten – danach hatte ich 2 Pizzasteine. 🙁 Aber auch mit den zwei Hälften ließ es sich gut backen. 🙂 Aber auch ein mit vorgeheiztes Backblech kann die Funktion eines Pizzasteins erfüllen.

Nach all diesen Tipps gibt es eigentlich nur eines zu sagen: Sofort Einkaufen und Teig ansetzen! Morgen ist Pizzatag!

Pizza mit Parmaschinken und Rucola

Zutaten:
2 Stück

Pizzaboden:
250 g Weizenmehl 550
160 g Wasser
15 g Olivenöl
5 g Salz
1,5 g Frischhefe

Tomatensauce:
500 ml Tomatensugo
Alternativ: 1 große Dose Tomaten (gute Qualität), 1 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe, Salz, Pfeffer, etwas Oregano, Zucker

Belag:
1,5 bis 2 Mozzarellakäse
2 Handvoll Rucola
80 g Parmaschinken

Zubereitung:
Pizzaboden:
Die Hefe im warmen Wasser auflösen und mit Weizenmehl, Olivenöl und Salz mischen und ca. 8 Minuten kneten bis ein glatter Teig entsteht. 20 Minuten ruhen lassen, danach 1x falten. 20 Minuten gehen lassen und wieder 1x falten. Danach für mindestens 24 Stunden im Kühlschrank gehen lassen.

Belag vorbereiten:
Das fertige Tomatensugo auf kleiner Flamme einreduzieren bis es kaum noch Flüssigkeit enthält. Gegebenenfalls nachwürzen. (Alternativ erst ein Sugo aus frischen Tomaten oder Dosentomaten wie hier beschrieben herstellen und einreduzieren.)
Den Mozzarella in Stücke schneiden und den Rucola waschen und trockenschütteln. Den Parmaschinken aus den Kühlschrank nehmen und Zimmertemperatur annehmen lassen.

Pizza ausrollen, belegen und backen:
Den Pizzastein oder ein Backblech ausreichend lang bei höchster Hitze (mindestens 230°C O/U-Hitze) vorheizen. Ein Stein mit 3 cm Dicke braucht etwa 45 Minuten, ein Backblech ca. 15 Minuten.
Den Pizzateig in 2 Teile teilen und jeweils zu Kugeln wirken. 15 Minuten entspannen lassen. Die 1. Kugel mit dem Handrücken plattdrücken und mit der Hand oder dem Nudelholz sehr dünn ausrollen. Die Pizza mit der Tomatensauce bestreichen und den Mozzarellakäse darauf verteilen. Die Pizza für ca. 10 Minuten backen.

Finalisieren:
Die Pizza aus dem Ofen holen und gleich mit Rucola und Parmaschinken belegen. Sofort servieren.

Anschließend mit der 2. Pizza gleich verfahren.

Zubereitungszeit am Backtag: ca. 45 Minuten (ohne Vorheizen Backofen)
Zubereitungszeit insgesamt: ca. 24 Stunden

Von Hand geknetet.

1 Kommentare

  1. Alleine der Belag trifft schon mein Geschmack! Und diese vielen tollen Tipps & Tricks – Danke 🙂

    Vielen lieben Dank für Deinen Beitrag zum Event ♥

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