Für den Teller, Pasta
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Ravioli mit Spinat-Ricotta-Füllung und Salbei-Butter

Es gibt Tage, da fragt man sich: Wieso gab es die selbstgemachten Ravioli mit Spinat-Ricotta-Füllung und Salbei-Butter schon sooooo lange nicht mehr? Eine gefühlte Ewigkeit – tatsächlich auch über 5 Jahre schon – wurde kein Nudelteig und somit auch keine Teigtaschen selbst hergestellt. Dabei ist es gar nicht schwer, nur ein klein wenig aufwendig! Aber die Arbeit lohnt sich.

Der Geschmack und das Wissen was wirklich drin ist, lässt die Mühe schnell vergessen. Einfach lecker! Nur zusammen mit in Butter gebratenen Salbeiblättern serviert und in der gleichen Butter kurz geschwenkt. So gut.

Gerade am Anfang hat man noch nicht genau raus, wie dünn der Teig sein muss, wie viel Füllung ist zu viel oder zu wenig und bleiben die Ränder auch wirklich beim Kochen geschlossen? Je mehr Teigtaschen geformt werden, umso formschöner werden sie. Erschwerend kommt hinzu, dass diese hier ganz konventionell mit der Nudelrolle ausgerollt und einem Teigrädchen zugeschnitten wurden. Eine Nudelmaschine wäre toll oder gar die vielen Varianten von Ausstechern… Vielleicht gibt es das ja bald, wenn sich die Taktung auf mehrmals im Jahr erhöht. 😉 Denn geschmacklich verdient hätten sie es!

Wenn man gleich mehr davon zubereitet, kann man die Ravioli in ungekochtem Zustand im Tiefkühler zwischen lagern. Dann in gefrorenem Zustand im kochenden Wasser 1 Minute länger kochen. Und fertig ist das Fast Food de luxe!

Der Beitrag nimmt beim Event Teigtaschen von Zorra teil, der von Susanne von Magentratzerl ausgerichtet wird.

Ravioli mit Spinat-Ricotta-Füllung und Salbei-Butter

Zutaten:
4 Portionen

Nudelteig:
400 g Weizenmehl 405
3 Eier
1/4 TL Salz
1 EL Olivenöl
Wasser (hier: 70 g)

Füllung:
360 g TK Spinat (Blattspinat)
250 g Ricotta
50 g Parmesankäse gerieben
Salz
Pfeffer
Muskatnuss

Salbei-Butter:
40 g Butter
25 – 25 Salbeiblätter

Zubereitung:
Nudelteig:
Das Mehl auf die Arbeitsplatte häufen, in die Mitte eine Mulde eindrücken und das Salz gleichmäßig über das Mehl streuen. In die Mulde die Eier aufschlagen und mit etwas Mehl verrühren. Dann mit den Händen einen festen, aber geschmeidigen Teig kneten. Je nach Größe der Eier und der Wasseraufnahmefähigkeit des Mehles wird noch Wasser im Teig benötigt, dieses Schlückchenweise zugeben (bei mir waren es bis zu 70 g) bis der Teig geschmeidig ist und nicht klebt. Einige Zeit (mind. 15 Minuten) ruhen lassen.

Füllung:
Den TK Spinat mit möglichst wenig Wasser im Topf bei mäßiger Hitze zum Kochen bringen. Kurz komplett durcherhitzen, anschließend abkühlen lassen. Das Wasser aus dem lauwarmen / kalten Spinat ausdrücken und anschließend fein hacken.
Ricotta mit Spinat und geriebenenm Parmesankäse gut vermischen und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss herzhaft abschmecken.

Ravioli:
Den Teig mit dem Nudelholz oder einer Nudelmaschine sehr fünn ausrollen. Teigflecken von 5 x 8 cm Kantenlänge ausradeln. Etwas außerhalb der Mitte einen Kaffeelöffel der Füllung geben, die andere Teighälfte drüberfalten und am Rand festdrücken. Die doppelte Teigschicht sollte nach dem Festdrücken idealerweise genauso dick sein, wie die einlagige. Wenn sich die Teigränder nicht gleich gut miteinander verbinden, kann man den Rand leicht mit Wasser befeuchten, wodurch er dort klebriger wird. Etwa 30 Minuten ruhen lassen.
Die Ravioli in einem Topf mit genügend Salzwasser etwa 5 bis 7 Minuten „al dente“ garziehen / kochen lassen.

Salbei-Butter und Finishing:
Die Butter in einer Pfanne schmelzen und darin die Salbeiblätter knusprig braten. Die gekochten Ravioli ganz kurz darin schwenken und auf Tellern servieren.

Tip: mehr Ravioli als gebraucht herstellen und diese dann einfrieren
Nicht gleich gegessene Teigtaschen können gut in ungekochtem Zustand eingefroren werden. Hierfür die Ravioli auf einem mit einem Tuch belegten flachen Brett mit etwas Abstand nebeneinander legen und mit Brett einfrieren. Sobald die Ravioli durchgefrostet sind in eine Tüte oder Dose umfüllen. Bei Bedarf dann entsprechende Menge herausholen und un gefrorenem Zustand in das kochende Nudelwasser geben. Im gefrorenen Zustand brauchen die Ravioli etwa 1 bis 2 Minuten länger.

Zubereitungszeit: Ravioli herstellen ca. 2 Stunden, Kochen ca. 15 Minuten

6 Kommentare

  1. Frau A. vom Bodensee sagt

    Ich scheue den Aufwand und mache die Spinat/Ricottafüllung in Canelloniröhren. Das ganze wird mit selbstgemachter Tomatensauce überbacken.
    Schmeckt vorzüglich.

  2. Die sind aber schön geworden. Ich mache zwar oft Teigtaschen, aber ganz selten solche klassischen Ravioli. Wenn ich mir Deine so anschaue, dann sollte ich das ändern.
    Danle für’s Mitmachen 🙂

    • Spaetburgunder sagt

      Wahrscheinlich wird der zeitliche Aufwand etwas geringer, wenn man es nur häufiger machen würde. 😉

  3. Pingback: Blog-Event CXIII – Teigtaschen – Zusammenfassung | 1x umrühren bitte aka kochtopf

  4. Das klingt ja mal verdammt gut! 🙂 Allein die Ravioli und dann auch noch in Salbeibutter. Ein Traumrezept 🙂
    Lieben Gruß,
    Jenny

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