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Pittole – frittierte Hefeteigbällchen

Pittole – frittierte Hefeteigbällchen. Es gibt Rezepte und Fotos, die einen jedes Mal anlachen, wenn man ein bestimmtes Buch in der Hand hält. Genau das hat Nicole Stich mit diesem Pittole-Rezept aus ihrem gleichnamigen Buch* zum Blog Delicous Days geschafft. Eigentlich war angedacht diese frittierten Teigbällchen zum Aperitif zu reichen. Die warmen Bällchen waren jedoch so lecker, dass wir nicht mehr mit essen aufhören konnten. Und schlussendlich auf das Hauptgericht verzichteten. 😉 Fatal ist, dass sich das Sättigungsgefühl erst nach unzähligen (=viel zu vielen) Bällchen einstellt.

Die Rezeptmenge wäre für drei bis vier Personen als Hauptgericht geeignet. Als „Kleinigkeit“ zum Aperitif ist es für sechs bis acht Personen gedacht. Aber Achtung: die Gäste werden mehr fordern, aber sollte noch eine „richtige“ Hauptspeise oder ein kleines Menü folgen, sollte das Angebot verknappt sein. 🙂

Das Rezept wurde den im Haushalt vorhandenen Mehlsorten angepasst. Das Weizenmehl Typ 550 war aufgrund anderer Backaktivitäten zu stark dezimiert und daher nicht ausreichend vorhanden. Es wurde daher mit Weizenmehl Typ 1050 und 405 ergänzt. Als Frittieröl wurde Sonnenblumenöl verwendet.

Pittole – frittierte Hefeteigbällchen

Zutaten:
3 große Schalen (für ca. 6 bis 8 Personen zum Aperitif)

Hefeteig
300 g Weizenmehl Typ 550 (190 g WM 550, 80 g WM 405, 30 g WM 1050)
200 g Wasser (lauwarm)
1 TL Salz
20 g Frischhefe
1 Prise Zucker
2 EL Olivenöl

Zum Frittieren
3 Knoblauchzehen
3 – 5 Zweige Rosmarin
Olivenöl (bzw. Sonnenblumenöl)

Salz zum Bestreuen der fertigen Pittole

Zubereitung:
Die Hefe im lauwarmen Wasser auflösen, Zucker und Salz unterrühren und mit Mehl und Olivenöl zu einem glatten, zum Schluss nicht mehr klebrigen Teig kneten. Den Teig gut bemehlen und an einem warmen Ort mindestens 30 bis 45 Minuten gehen lassen. Nach dem Gehen den Teig kurz durchkneten und auf einer bemehlten Unterlage in etwa fingerdicke Stränge ausrollen. Die Teigstränge mit einem Messer in Quadrate / Bällchen schneiden (ca. 4 cm Kantenlänge).

Rosmarin waschen und trocknen, Knoblauch schälen und halbieren. In einer Pfanne / Wok oder Topf genügend Öl füllen, dass mindestens 2 bis 3 cm Öl im Kochgerät ist und später die Teiglinge frei schwimmen können. Das Öl erhitzen. Es ist richtig temperiert, wenn ein Probeteigbällchen im Öl sprudelnd frittiert wird. Ist das Öl zu kalt, sprudelt es nicht und der Teig nimmt keine Farbe an, ist es zu heiß raucht es. In das heiße Öl Knoblauch und Rosmarin geben um das Öl zu aromatisieren. In kleinen Chargen die Teigbällchen im heißen Öl frittieren, mehrmals wenden. Sobald die Pittole goldbraun sind, sind sie fertig. Mit einem Schaumlöffel aus dem heißen Fett holen und auf Küchenpapier abgropfen lassen. Sobald Knoblauch und Rosmarin drohen zu verbrennen bzw. zu dunkel zu werden, jeweils entfernen.

Zubereitungszeit: ca. 1,5 Stunden
Ruhezeit: ca. 45 Stunden

Quelle: leicht modifiziert nach Nicole Stichs 1. Buch delicious days

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3 Kommentare

  1. Noémi sagt

    Wenn mir dieses frittieren nicht immer so unheimlich wäre…lecker sehen die Bällchen ja schon aus 🙂

    • Spaetburgunder sagt

      Bei mir war das Frittieren auch Premiere. Wenn das Öl zu kalt ist wundert man sich, dass es nicht funktioniert. Bis zum Rauchpunkt habe ich es nicht geschafft zu erhitzen. Ölspritzer hielten sich in Grenzen. Kurzum, einfacher als gedacht. 🙂

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