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Früchtebrot – nussig-fruchtiger Genuss nicht nur zu Weihnachten

Früchtebrot gibt es in der Adventszeit vor Weihnachten immer. Da kann es noch so hektisch sein und keine Zeit für Plätzchen backen da sein. Ein Früchtebrot ist so schnell gemacht, dass es auch noch nach der Arbeit abends in den Ofen geschoben werden kann. Da gibt es keine Ausrede. 😉 Wenn alle Zutaten im Hause sind, dann kann es in 15 bis 20 Minuten im Ofen sein. Ok, die 2 Minuten am Vortag für die Vorbereitung von Rosinen zu Rumrosinen unterschlage ich einfach mal. 🙂

Belohnt wird man natürlich mit einem richtig guten Geschmack. Die Stände auf den Weihnachtsmärkten können das aufgrund ihrer Logistik & Preissensität meist nicht hinbekommen. Manche glauben, dass ein Früchtekuchen mit jedem Tag Ruhezeit besser wird. Mir schmeckt allerdings das erste Stück gleich nach dem Backen am besten. Und nach vielen Tests, ist meiner Meinung nach der geschmackliche Höhepunkt bereits nach wenigen Tagen erreicht. Aber vielleicht liegt es auch nur daran, dass an den ersten Tagen einfach die Freude an dieser Spezialität und der beginnenden Adventszeit überwiegt. 😉

Früchtebrot - nussig-fruchtiger Genuss

Ein Gebäck mit vielen Namen – Früchtebrot, Hutzelbrot, Kletzenbrot

Früchtebrot hat von Region zu Region viele Namen und entsprechend viele Herstellungsvarianten. Allen gemein war ihm früher süßes dunkles Brot mir eingebackenem Dörrobst. Hutzeln und Klenzen sind alte Dialektwörter für Birnen, was sicherlich auf die damaligen Hauptzutaten schließen lässt.

Früchtebrot – woher kommt es?

Die Tradition der Früchtebrote kommt ursprünglich aus Süddeutschland, wobei Österreich & Tirol sowie Südtirol in diesem Fall mit dazu zählen. Der wahrscheinliche Hintergedanke war sicherlich eher praktischer Natur. Im Früchtebrot ließen sich Früchte bis Weihnachten konservieren. Wurden die Früchte zusätzlich noch mit Alkohol getränkt, waren die Früchte sowohl schmackhafter, wie auch haltbarer.

Ursprünglichen Rezepturen und inzwischen gerne verwendete Varianten

Früher war ein Früchtebrot überwiegend mit Birnen und Äpfeln sowie heimischen Nüssen gefüllt. Andere Obst- und Nusssorten waren für einfache Leute zu exotisch und nur wohlhabenden Personen vorbehalten. Inzwischen können durch die bessere Verfügbarkeit im Früchtebrot auch Rosinen, Aprikosen, Pflaumen, Datteln, Feigen sowie Zitronat und Orangeat enthalten sein. Und neben Hasel- und Walnüssen auch Mandeln oder weitere Nusssorten. Oft wird der frühere Birnen-/ Apfel-/ Obstbrand durch Rum ersetzt. Honig und Zucker sind inzwischen gleichwertig.

#wirrettenwaszurettenist

Dieses Mal hat sich die Rettungstruppe um Susi und Sina weihnachtliche Kuchen herausgesucht. Alle Teilnehmer dieser Rettungsaktion mit ganz vielen selbstgemachten weihnachtlichen Kuchen sind weiter unten aufgelistet.

Früchtebrot - nussig-fruchtiger Genuss

Früchtebrot – nussig-fruchtiger Genuss

1 Kastenkuchenform 25 cm

Zutaten:
150 g Rosinen
4 cl Rum
125 g Zucker
1 P. Vanillinzucker
1 kl TL Lebkuchengewürz
1 gestr. TL Backpulver
100 g Mehl
100 g Mandeln gehackt
100 g Haselnüsse gehackt
125 g Panarüsse ganz
125 g Datteln halbiert
125 g Zitronat
3 Eier

mögliche Verzierung: geschälte Mandeln, Zitronat, Belegkischen und was einem sonst so einfällt.

Varianten: z.B. mit getrockneten Feigen, Aprikosen, Belegkischen, getrocknete Birnen und was man mag.

Zubereitung:
Die Rosinen mit dem Rum mischen und mindestens 12 Stunden einweichen.

Den Ofen auf 175°C (O/U-Hitze) vorheizen.
Eine Kastenkuchenform mit Backpapier auslegen.

Mit Ausnahme von Eiern und Rumrosinen alle trockenen Zutaten gut mischen. Dann die Eier und Rumrosinen untermischen. Die Masse in die Form geben und je nach Lust verzieren.

Das Früchtebrot 60 bis 70 Minuten backen. Mit einem Holzstäbchen den Garzustand überprüfen, wenn noch nicht gar, dann weitere Minuten backen.

Zubereitungszeit: 1,5 Stunden (plus 12-24 Stunden für das Einweichen der Rosinen)

Alle Teilnehmer der diesmaligen Rettungstruppe Weihnachtliche Kuchen:

giftigeblonde – Schokoladenkuchen mit inneren Werten
Obers trifft Sahne – Beschwipster Früchtekuchen
Prostmahlzeit – Stollen für Ungeduldige
Anna Antonia – Sterntaler-Zupfkuchen
German Abendbrot – Weihnachtlicher Pistazienkuchen mit Kardamom
brotbackliebeundmehr – Weihnachtliche Walnuss-Linzertorte mit Cranberry-Füllung
Unser Meating – Lebkuchencupcakes mit Vanillekipferlfrosting
Summsis Hobbyküche – Gewürzkuchen mit Walnüssen
auchwas – Baumkuchen mit Gewürzglasur
Aus Meinem Kochtopf – Weihnachtliche Spekulatius-Orangentörtchen
Cuisine Violette – Christstollen
Friederike Fliederbaum – pfeffriges Honiggewürzbrot
our food creations – Glühweinkuchen
Schönes + Leben – Fruchtiger Weihnachtskuchen mit Marzipan
Dynamite Cakes – Schneeflockentorte mit zimtigen Apfelmus
Barbaras Spielwiese – Linzertorte
The Apricot Lady – Panettone
Vergissmeinnicht – Zimtsternkuchen

wirrettenwaszurettenist

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  5. Meine Oma hat früher immer Früchtebrot gebacken. Damals war ich nicht so der Fan, aber inzwischen hat sich mein Geschmack geändert. Ein Grund mehr, das Früchtebrot nachzubacken.

    LG Andrea

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  8. Schön auch noch was über die Herkunft zu lesen- hier sagt man ja Hutzel- oder Schnitzbrot dazu, Hutzeln oder Schnitz heißen die getrockneten Birnen. Und so ein einfaches Rezept dafür, das braucht man einfach. Früher hab ich für den Weihnachtsmarkt welches gebacken, aber wie du schreibst, man kann es nicht zu einem Preis verkaufen der sich auch nur irgendwie rechnen würde, nimmt man vernünftige Zutaten.

  9. Hutzelbrot kenne ich auch. Ich habe mal ein ähnliches mit getrockneten Datteln gebacken – der Hammer zu Ziegenfrischkäse und Quittenkompott! Ein sehr edles Geschenk für Leute, die es zu schätzen wissen!

  10. Kletzenbrot kenn ich so, dass das ein echter Brotteig ist (SAuerteig ohne Germ) und davon nicht allzuviel dafür vieeeeeeeeele Trockenfrüchte,..besonders Birnen.
    Schmeckt sogar mir als Nicht Rosinen Esser!

    Deine Version gefällt mir sehr gut, und ich glaub dir aufs Wort, das erste Stückel frischgebacken, ist sicher ein wahrer Genuss.

    Liebe grüße Sina

  11. Ohne Früchtebrot gibt’s kein Weihnachten! Schön, dass Du das ausgegraben und gebacken hast, und danke für die Infos dazu. Ich habe noch nie welches selber gebacken, aber schon öfter welches geschenkt bekommen oder gekauft. So kleine gibt’s ja oft auf Weihnachtsmärkten in Franken, damit habe ich früher die weiter weg wohnende Verwandtschaft verwöhnt. Selbst gebacken wäre das natürlich noch besser. Dein Rezept nehme ich mir mit.

    Ich mag auch Deinen Buchstabendreher: Panarüsse. Den klaue ich mir. 🙂

  12. Deine Fotos locken richtig zum nachbacken. Dein Brot sieht super nussig aus. Ich könnte sofort ein Stück probieren. Aber da werde ich es mir wohl backen müssen ;).

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