Für den Teller, Herbst, Suppen, Winter
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Kürbiscremesuppe

Kuerbiscremesuppe

Kürbiscremesuppen mag ich seit ich denken kann. Wann genau seit ich denken kann war, weiß ich nicht mehr. Denn zu Hause gab es sie leider nie, so wie es insgesamt keine Cremesuppen sondern nur Eintöpfe gab. Kürbissuppe gab es vermutlich nicht, da in meiner Kindheit und Jugend Kürbis einfach out war. Den einzigen Berührungspunkt mit dem Gemüse gab es damals nur in Form süß-sauer eingemachter Kürbisstücke. Und die fanden damals nicht so den Anklang.

2006 in Frankreich änderte sich das. Überall auf den Märkten und auch im Supermarkt gab es eine riesige Auswahl an Kürbissen. Die Vielfalt war überwältigend. Muskatkürbis, Butternut, Bischofsmütze, Spaghettikürbis und noch viele andere mehr. Damals war man in Deutschland gerade auf den Hokkaido gekommen. Die überall präsenten Kürbisse riefen nach Verarbeitung. Und so „musste“ ich die Kürbiscremesuppe in meiner 2-Kochplatten-Panty-Küche ausprobieren. Heute erhält man Kürbisse jeder Form und Größe glücklicherweise auch in Deutschland ganz selbstverständlich überall im Herbst und Winter. Den französischen Einfluss erkennt man an der „unbedingten“ Verwendung von Créme Fraîche. Einfach weil Créme Fraîche viel leichter im französischen Kühlregal zu finden war, als Sahne oder andere Sauerrahmprodukte.

Wenig Zutaten für vollen Kürbisgeschmack

Die Kürbiscremesuppe wird bei uns ganz klassisch zubereitet. Je weniger Zutaten, umso besser kommt der Kürbisgeschmack heraus. Gerade die feine Butternuss oder der Muskat würden ihren Charakter verlieren, wenn man ihn mit zu vielen verschiedenen Zutaten mischen würde. Da hier Sahne oder Créme Fraîche verwendet wird, wird die Zwiebel vorzugsweise mit Butterschmalz oder Butter angedünstet. Milde erhitzbare Keimöle passen ebenfalls.

Der richtige Kürbis für klassische Kürbiscremesuppe

Das angegebene Rezept für Kürbiscremesuppe ist für alle Arten von Kürbis geeignet. Die Suppe unterscheidet sich dann hauptsächlich durch den Geschmack des verwendeten Kürbis und in der Farbe. Vorteil von Hokkaido ist, dass er nicht geschält werden muss und dadurch sehr intensiv in der Farbe wird. Vom Geschmack gefällt mir die feine Butternuss und der Muskatkürbis am Besten. Aber auch Bischofsmütze, Spaghettikürbis und Rondinis gehen natürlich auch.

Kürbiscremesuppe

Bischofsmütze, Hokkaido, Rondini Kürbis

Kürbiscremesuppe

Butternut Kürbis

Rezept für Kürbiscremesuppe

4 Portionen als Hauptspeise mit Baguette und Weißbrot

Zutaten Kürbiscremesuppe:

  • ca. 1,3 kg Kürbis (Muskatkürbis, Butternut, Hokkaido etc.)
  • 1 – 2 Zwiebeln
  • 0,75 l Gemüsebrühe oder Hühnerbrühe (vorzugsweise selbstgemacht)
  • 100 ml süße Sahne oder Créme Fraîche
  • 1 EL Butterschmalz, Butter oder Pflanzenöl
  • Salz
  • Pfeffer
  • Chilipulver
  • Garnitur: Créme Fraîche und Chilipulver oder Kürbiskernöl mit einigen angerösteten Kürbiskernen

Zubereitung:

  1. Vorbereitungen: Den Kürbis zerteilen und das Innere von Kernen befreien und den Strunk entfernen. Alle Kürbisse mit Ausnahme des Hokkaido schälen. In grobe Würfel ca. 3-4 cm schneiden. Zwiebel schälen und in mittelgroße Würfel schneiden.
  2. Kürbiscremesuppe kochen: In einem Topf die Butter / das Butterschmalz erhitzen und die Zwiebel darin anschwitzen. Den Kürbis hinzufügen und mit der Brühe soweit aufgießen, dass der Kürbis gerade bedeckt ist. Etwa 20 Minuten köcheln lassen bis er weich ist. Mit einem Pürierstab pürrieren. Ist die Konsitenz der Kürbiscremesuppe zu dicklich geraten weitere Gemüsebrühe zugeben. Mit Salz, wenig weißem Pfeffer und etwas Chilipulver abschmecken.
  3. Servieren: Die Kürbiscremesuppe in Teller oder Suppenschalen anrichten und mit Créme Fraîche und etwas Chilipulver garnieren. Alternativ kann auch mit Kürbiskernöl und einigen angerösteten Kürbiskernen serviert werden.

Zubereitungszeit: ca. 35 Minuten

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