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Paprikamarmelade mit Chili – genial zu Käse

Paprikamarmelade mit Chili - genial zu Käse

Das Rezept für die Paprikamarmelade mit Chili wartet schon viele Monate auf Veröffentlichung. Dabei darf diese Marmelade nie im Vorrat fehlen, da sie einfach genial zu kräftigen Käsesorten ist! Gut gereifte Käse wie Parmesankäse, Brie de Meaux, Rohmilch-Camembert, Comte & Co. schmecken mit der scharf-säuerlich-süßen Paprikamarmelade noch besser.

Paprikamarmelade mit Chili - genial zu Käse

Paprikamarmelade mit Chili - genial zu Käse

Paprika Chili Marmelade: von pikant bis feurig scharf

Die Paprika Marmelade mit Chili kann man durch die Menge an Chili von leicht scharf bis feurig scharf herstellen. So kann man wählen, ob man eher ein mildes Paprika Gellee oder eine Chili Marmelade erhalten möchte.
In diesem Rezept habe ich eine leichte Schärfe mit 70 g Chili auf 900 g Paprika eingestellt. Es entsteht so eine harmonische Balance von Süße, Schärfe und Säure. Wer sie eher feurig mag, der kann den Anteil an Chilis einfach erhöhen. Die Säure erhält die Marmelade durch Apfelessig.

Paprikamarmelade – perfekt zu reifem Käse

Reifer Camembert und Parmesankäse passen mit ihrem hohem Fettgehalt besonders gut zur Paprika Marmelade mit Chili. Genauso wie z.B. hochwertige Süßweine hervorragend zu Käse passen, da sie mit ihrerer Süße und Säure ebenfalls einen interessanten geschmacklichen Gegenpol liefern.

Rezept für Paprikamarmelade mit Chili

ca. 1.500 ml

Zutaten:

  • 900 g Paprika rot (-> ergibt püriert ~ 800 ml)
  • 70 g Peperoni / Chili rot (~ 60 g geputzt) = pikant scharf
    bis 120 g Chili = feurig scharf
  • 300 ml Apfelessig
  • 1.000 g Gelierzucker 1:1
  • 1 Prise Salz
Paprika Marmelade mit Chili - genial zu Käse

Paprika Marmelade mit Chili - genial zu Käse

Zubereitung:

  1. Vorbereitungen: Paprika und Chilis putzen und dabei die Kerne und weißen Häutchen entfernen. Beides roh sehr fein pürieren.
  2. Paprika Marmelade kochen: Zucker und Essig erhitzen bis sich der Zucker löst. Das pürierte Paprika-Chili-Mus zugeben und alles zum Kochen bringen. Etwa 10 Minuten sprudelnd kochen lassen bis die Flüssigkeit beginnt zu gelieren. Eine Prise Salz zugeben. Noch einmal gut aufsprudeln lassen, in steriliseirte Gläser füllen und klassisch einkochen.

Haltbarkeit: Wie bei nomralen Marmeladen auch richtet sich die Haltbarkeit danach, wie sauber gearbeitet und eingekocht wird. Im idealfall ist sie mehrere Monate bis 1 Jahr haltbar.

Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten

Von der Idee zum Rezept für eine freurige Paprika-Chili-Marmelade

Auf die Idee eine Paprikamarmelade zu kochen, kam ich aufgrund einer Hochzeit vor ca. acht Jahren bei einem guten Freund. Es war ein herrlicher Sommertag, der auch abends schön mild war. Spät abends, schon lange nach dem Dessert, wurden mehrere große Stücke Parmesankäse auf die Terasse gebracht. Und dazu wurde Tomaten- und/oder Paprikamarmelade gereicht. So schnell konnte man gar nicht schauen, wie Käse und Marmelade weniger wurden. Und das nach einem kompletten Menü… 😉

Unser Freund konnte leider kein Rezept für die Marmelade verraten, da er diese in Italien gekauft hatte. Aber die Erinnerung an diese köstliche Kombination aus Käse und pikanter Marmelade ging nicht aus dem Kopf. So wurde jahrelang jedes Rezept, das einem in die Hände gelangte, aufgehoben. Trotzdem dauerte es noch einige Jahre, bis eine Paprika-Chili-Marmelade selbst gekocht wurde.

Wenn man die Auswahl zwischen über fünf Rezepten hat, fällt einem manchmal die Entscheidung schwer, welches ausprobiert werden soll. Es war alles dabei: von unglaubhaft feurigen Chili-Marmeladen und Verwendung der Kernen bis hin zu reinen milden Paprika Gelee aus gegrillter Paprika. Auch der Säureanteil ging von zitronig-essig-sauer bis mild-säuerlich. Und so wurde einfach ausprobiert und das hier aufgeschriebene Rezept für Paprika-Chili-Marmelade kreiert. 🙂 Es gefällt einfach gut so dass es auch keine Veranlassung gibt es noch einmal zu verändern. 😉

#wirrettenwaszurettenist – Thema Marmeladen und Chutneys

Dass die Paprikamarmelade es dann ebenfalls noch etwas länger brauchte um in den Blog zu kommen, lag am fehlenden Foto. Das wurde sogleich nachgeholt, als ich davon hörte, dass ich ins Team der Rettungstruppe aufgenommen wurde. Monat für Monat werden klassische Rezepte vorgestellt (gerettet), die ohne Tütenprodukte von Kn*, Ma* & Co auch von Nicht-Koch-Profis wunderbar selber gekocht werden können. Ich freue mich endlich mit dabei zu sein und mitzuretten!

Im Juli 2016 werden Marmeladen und Chutneys gerettet. Was für ein Thema! Der erste Blogeintrag bei Brotwein war die Aprikosenmarmelade! Da muss ich einfach unbedingt mitmachen und was liegt da näher, als den schon lange wartenden Beitrag zur Paprikamarmelade zu schreiben. 🙂

Alle Teilnehmer der Marmeladen und Chutneys Rettungstruppe:

giftigeblonde – Kirsche – Himbeere – Walderdbeere
Obers trifft Sahne – Schwarzwälder Kirschtorte
Genial Lecker – Kirsch-Erdbeermarmelade
Barbaras Spielwiese – Apfel-Lavendel-Gelee
multikulinarisches – Aprikosen-Vogelbeer-Marmelade
Anna Antonia – Omas Apfelgelee
Katrin Mämpel – Kirschmarmelade mit Blaubeerhauch
Brittas Kochbuch – Mango-Chutney klassisch
Auchwas – Beeren treffen auf Tropen “Jo-Hi-Ma-Va-Gelee”
Sakriköstlich – Zwiebel-Kirsch-Chutney
Fliederbaum – Marille – Minze und Erdbeer – Rose
Unser Meating – Kiba-Marmelade
Was du nicht kennst… – Bacon Jam
Jankes*Soulfood – Paprika-Aprikosen-Chutney mit Chili
Leberkassemmel und mehr – Zwiebelmarmelade
German Abendbrot – Johannisbeerchutney
Leichtigkeit – Tomatenmarmelade
Katha-kocht! – Sommerliche Melone-Limette Marmelade
Bonjour Alsace – Pina Colada Marmalede

#wirrettenwaszurettenist

33 Kommentare

  1. Pingback: Rettungsaktion: KiBa-Marmelade | Unser Meating

  2. Pingback: #wirrettenwaszurettenist : Marmelade ohne Gelierzucker aus Kirschen, Himbeeren und Walderdbeeren mit Schoko Minze | giftigeblonde

  3. So süß-fruchtig-herzhafte Varianten zum Käse sind einfach klasse. Ich liebe das ja, hab aber warum auch immer noch keine selber gemacht. Muss sich dringend ändern, ich weiß auch ein paar Leute, denen ich damit eine Freude machen könnte 🙂
    Lg, Miriam

    • Spaetburgunder sagt

      Genau! 🙂 Und mit dem Foto-Käse ist das einfach so lecker, das es das gerade jeden 2. Abend gibt. LG

  4. Pingback: #wirrettenwaszurettenist – Marmeladen und Chutneys | Brittas Kochbuch

  5. Oh das ist fein, Paprika und so fein als Marmelade ist super und sicher vielseitig einsetzbar. Mein Favorit ist das mit Käse, denke ich, erst muss ich ja mal MACHEN!. Danke für’s Rezept und liebe Grüße
    Ingrid

    • Spaetburgunder sagt

      So schön sieht die erst nach dem Kochen aus. 🙂 Vorher ist das eher Mus. LG

  6. PaprikaGelee steht seit etwa einem Jahr auch auf meiner To-do-Liste. Zum ersten Mal habe ich es in einer Käserei gegessen und war sofort begeistert.
    Zu Weihnachten habe ich mir dann ein Gläschen gekauft und die klassischen Engelsaugen in Käseplätzchen mit Paprikagelee abgeändert.
    Danke für dein Rezept, selbstgemacht schmeckt sie bestimmt nochmal so gut.

    • Spaetburgunder sagt

      Da gibt es gefühlt tausend Rezepte! z.B. oder ohne Essig. Vielleicht schmeckt Dir diese Version auch. LG Sylvia

  7. Von Tomatenmarmelade habe ich schon munkeln hören, aber Paprikamarmelade ist komplett neu für mich. Bin mir sicher, dass die mir auch schmeckt. Mit oder ohne Käse!

  8. Paprikamarmelade essen wir besonders gern zu gebratenen Meeresfrüchten bzw. unter die Spaghetti. Gerade jetzt gibt es ja auch die schönsten Schoten….

  9. Tolles Rezept, dass du gleich zum Einstand mitbringst!
    Das schmeckt sicher ganz toll, faszinierend finde ich ja schon die Farbe! Schönes Rezept!

    lg. Sina

    • Spaetburgunder sagt

      Ich freue mich endlich mitzuretten! Seit Tagen essen wir die Marmelade wieder richtig oft, da der Foto-Käse verzehrt werden möchte. 🙂 LG Sylvia

  10. Ich mag richtig kräftig schmeckende Käse sehr gerne, vor allem könnte ich mir diese Marmelade gut zu meinem Lieblingskäse Comté gut vorstellen.

  11. Paprikamarmelade habe ich das erste Mal von meiner Mama gegessen. So simpel und einfach hergestellt und dabei doch so ein wunderbares Geschmackserlebnis. Bei uns wird sie zu vielerlei Gelegenheiten gegessen. Und nicht zuletzt einfach gerne verschenkt 🙂

    Viele Grüße,

    Jasmin

  12. Pingback: Wir retten, was zu retten ist: Johannisbeerchutney  | German Abendbrot

  13. Hmmm, die Paprikamarmelade klingt interessant. Ich überlege gerade ein klein wenig was aus meiner Peri Peri Sauce zu köcheln *grübel*
    Vielen Dank für die Idee,
    Daniela

  14. Oh, Deine Marmelade sieht aber auch toll aus. Ich wusste gar nicht, dass es so viele „herzhafte“ Marmeladen gibt.

    Liebe Grüße, Britta

  15. Helga Neumärker sagt

    Sehr lecker, ich kenn die Marmelade ja von Dir! Ich mache sie heute Abend; hab gerade durch das Gemüseabo ausreichend Paprika im Haus. Da kommt Dein Rezept wie gerufen!

    Sonnige Grüße
    Helga

  16. Das war jetzt schön zu lesen, wie Ihr das erste Mal davon gekostet habt und es so lecker war und Ihr jetzt das perfekte Rezept gefunden habt. – Paprikamarmelade… ich lerne gerade, was man alles einkochen kann und wozu man das isst. Als großer Käsefan kann ich mir das sehr gut vorstellen. Tolle Idee! 🙂

  17. Sehr coole Idee. Da möchte man auch ein Stück Parmesan mit Paprika- und Tomatenmarmelade essen. Ich finde es super, dass es auch mehrere pikante Marmeladenrezepte gibt.
    Liebe Grüße, Tanja

  18. Ich finde ja Käseplatte mit Tomatenmarmelade schon toll, aber Paprikamarmelade hört sich mindestens genau so gut an… das wird sicher bald mal ausprobiert!

  19. Pingback: Brot: Haselnussbrot mit Sauerteig und Vorteig - Brotwein

  20. Michaela 01 Werner sagt

    Hallo
    ich kenne das Rezept seit einer Woche, ich bekam es von einer Freundin die es mir so wärmstens empfohlen hat dass ich es sofort nachgekocht habe. allerdings mit Zitronensaft und Weissweinessig (ohne Apfelessig. (werde ich aber auch mal probieren)

    Ich bin süchtig nach dieser Marmelade , es gibt jeden Tag Käsebrot mit der Marmelade oben drauf. Ich möchte das ganze mal mit grünen Paprika und grünen peperoni ausprobieren

    • Spätburgunder sagt

      Dankeschön! Ja das Rezept liebe ich auch, das sollte ich auch mal wieder kochen – zumal ja gerade Saison ist. 🙂

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