Für den Teller, Zum Brot süß
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Aprikosenmarmelade

Aprikosen-Marmelade

Eigentlich mochte ich keine Aprikosenmarmelade. Eigentlich. Denn es war immer das Gleiche. Ich kaufte zum Backen ein gutes Glas Marmelade und verwendete etwa 1/4 davon. Ein weiterer Eßlöffel wurde auf einem Frühstücksbrötchen probiert und mit „kann man essen – muss man aber nicht“ bewertet. Der Rest wanderte in den Kühlschrank, wo er bis zum Zeitpunkt des Entwickelns von Pelz nicht mehr herausgenommen wurde. Der grün-schwarze Schimmelpelz war die Erlösung. Endlich konnte die Marmelade ohne schlechtes Gewissen entsorgt werden.

Und trotzdem suchte ich mir ausgerechnet eine Aprikosenmarmelade aus, um zum ersten Mal im Leben Marmelade zu kochen. Warum ich ausgerechnet aus der kleinen Box mit türkischen Aprikosen dieses Experiment starten wollte, kann ich mir nicht erklären. Aber ich habe es nicht bereut, denn seitdem liebe ich Aprikosenmarmelade! Natürlich nur die aus eigener Herstellung.

Die Qualität der Früchte ist entscheident für den Geschmack der Marmelade. Je besser die Früchte, umso besser das Ergebnis. Aber auch wenn man einmal Pech hat und mittelmäßige, leicht mehlige Exemplare erwischt hat, schmeckt das Endprodukt besser, als fertig gekaufte. Ideal sind natürlich vollreife, aber nicht überreife Früchte, die gut duften und im Mund in nicht matschiger sondern perfekt weicher Konsistenz süß-saftig zergehen. Mit diesen Früchten zaubert man eine Marmelade, mit der man sich im Winter die Sommersonne an den Frühstückstisch holt.

Im Rezept aufgeführt ist die Option, zusätzliches Aroma mit Cognac oder Grand Marnier hinzuzufügen. Ich favorisiere den vollen Fruchtgeschmack ohne Alkohol. Allerdings ist es später eine nette Abwechlung, wenn eine größere Menge an Marmelade herstellt wird.

Aprikosenmarmelade

Zutaten:
ca. 8 Gläser à 200 ml

1 kg Aprikosen, entsteint
1 kg Gelierzucker 1:1
Zitronensaft

Optional: 2 cl Cognac, milder Weinbrand oder Grand Marnier

Zubereitung:
Die Aprikosen entsteinen und alle Stellen mit Makel großzügig entfernen. Wer sich die Arbeit machen will, kann die Haut abziehen. Mir ist das Ergebnis auch mit Haut fein genug ist. Die Aprikosen grob zerkleinern, z.B. je nach Größe vierteln oder achteln. Die Früchte mit dem Gelierzucker vermengen und idealer Weise 2-3 Stunden ziehen lassen. Die Frucht-Zucker-Mischung unter Rühren in einem großen Topf erwärmen bis der Zucker vollständig aufgelöst ist. Die Masse fein pürieren. Mit Zitronensaft abschmecken. Unter Rühren langsam aufkochen und etwa 5 Minuten sprudelnd kochen lassen. Gegebenenfalls Cognac oder Grand Marnier zugeben. Die Marmelde kochend heiß in die vorbereiteten Gläser füllen und gut verschließen.

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