Saftige Kürbisbrötchen kann man ganz leicht mit frischer Hefe und viel Kürbis selber backen. Dafür wird Kürbis – Hokkaido oder eine andere Kürbisart – zuerst weichgekocht, püriert und zu einem konzentrierten Kürbispüree gekocht. Der feine Geschmack des Kürbis kommt gut zur Geltung. Damit auch das Auge nicht zu kurz kommt habe ich einen Teil als normale Brötchen mit Kürbiskernen und den anderen als kleine Kürbisse geformt. Die Krume ist locker, die Farbe sensationell gelb-orange. Die Kruste ist dünn und kross. Die Brötchen passen hervorragend zu milden Wurst- und Käsesorten wie auch zu süßen Aufstrichen und Marmeladen.
Vor einigen Jahren hatte ich bereits ein Kürbisbrot im Topf gebacken und war komplett begeistert davon. Seitdem möchte ich diese tollen Brötchen in Kürbisform backen. Damit ich sie das ganze Jahr über backen könnte, habe ich seit einigen Jahren auch immer eingekochtes Kürbispüree im Glas. Die Kürbisform ist auch ganz einfach mit Küchengarn herzustellen. Die Kürbisbrötchen schmecken toll nach Kürbis und sehen einfach großartig aus!
Kürbisbrötchen mit frischer Hefe oder Trockenhefe
Meine hier gezeigten Kürbisbrötchen habe ich mit frischer Hefe gebacken. Es geht aber genausogut mit Trockenhefe, für 3 g Frischhefe werden 1 g Trockenhefe benötigt. Auch Backanfänger ohne eigenen Sauerteig sollten dieses tolle Rezept gut nachbacken können. Dieses Rezept ist für schnelle Kürbisbrötchen ausgelegt und hat eine moderate Menge von 1,1 % Hefe bezogen auf das Mehl. Wer mehr Zeit hat, kann die Hefemenge auch halbieren und die Gehzeiten entsprechend verlängern.

Kürbisbrötchen Rezept
Zutaten
100 % Weizenmehl
Zutaten Kürbispüree:
- 500 – 600 g Kürbis netto, z.B. Hokkaido, Muskatkürbis, Butternut
- 25 ml Wasser
Zutaten Hauptteig:
- 500 g Kürbispüree
- 550 g Weizenmehl 550
- 0 – 150 g Wasser hier: 25 g *Hinweis Wasser
- 12 g Salz
- 20 g Butter
- 6 g Frischhefe
- 50 g Kürbiskerne (optional)
Zubereitung
Kürbispüree:
- Kürbispüree – Vorbereitungen: Für das Kürbispüree den Kürbis zerteilen, die Kerne entfernen und in grobe Würfel schneiden. Beim Hokkaido darf die Schale dran bleiben, es sollten jedoch unschöne Stellen weggeschnitten werden. Bei allen anderen Kürbissorten wie Muskat, Butternut & Co. die Schale entfernen.
- Kürbispüree kochen: Die Kürbisstücke mit Wasser etwa 15 bis 20 Minuten kochen bis sie weich sind. Es soll so wenig Wasser sein, dass der Kürbis gedämpft wird und nicht anhängt und anbrennt. Die weichen Kürbisstücke mit dem Pürierstab pürieren – je trockener das Püree ist, umso besser lässt sich der Teig für das Kürbisbrot steuern. Das fertige Püree auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.
Kürbisbrot selber backen:
- Hauptteig: Kürbispüree, Weizenmehle, Butter, Salz und Hefe mischen. Nach und nach das Wasser zugeben und einkneten. So viel Wasser zugeben bis ein glatter und nur leicht klebriger Teig entsteht. Wer mag die Kürbiskerne zugeben und einkneten. Das Kneten hat hier gut 10 bis 15 Minuten gedauert, bis sich ein ordentliches Klebergerüst aufgebaut hat und das zusätzliche Wasser eingearbeitet war. *Hinweis Wasser
- Stockgare: Ca. 60 Minuten Teigruhe.
- Formen: Den Teig in 110 g große Teiglinge abstechen und auf einer gut bemehlten Fläche rundschleifen. Teiglinge je nach Wunsch rund, länglich oder als kleine Kürbisse formen. Für kleine Kürbisse etwas Küchengarn abschneiden und 3 bis 4 x kreuzweise über den Teig legen und Garnenden verknoten. Die Teiglinge mit ausreichend Platz auf Backpapier legen.
- Stückgare: Etwa 40 Minuten zur Gare stellen.
- Den Backofen mit Backblech bei 250°C Ober-/Unterhitze ausreichend lang vorheizen.
- Kürbisbrötchen backen: Die Brotchen mit Backpapier auf das vorgeheizte Backblech geben und mit Dampf backen. Die Temperatur auf 210°C reduzieren. Nach 10 Minuten den Schwaden ablassen und insgesamt ca. 15 – 18 Minuten backen.
- Topf mit Kürbisbrötchen aus dem Ofen holen und auf einem Gitterrost abkühlen lassen.
Notizen
Das Kürbispüree enthält eine nicht ermittelbare Menge an Flüssigkeit und kann trockener oder feuchter sein. Es empfiehlt sich mit 0 g Wasser anzufangen und dann nach und nach beim Kneten soviel Wasser zuzugeben, bis ein klebriger feuchter Teig entsteht. Je mehr Wasser eingeknetet wird, umso saftiger werden die Brötchen, jedoch auch klebriger und unhandlicher vom Teig.
Hokkaido, Muskat, Butternut – Welchen Kürbis für Kürbisbrötchen?
Für Kürbisbrötchen sind prinzipiell alle Speisekürbissse geeignet, egal ob Hokkaido, Muskat, Butternut, Bischofsmütze oder Spaghettikürbis. Alle könnte man roh raspeln – oder wie hier als gekochtes Kürbispüree in den Teig geben. Ein Kürbisbrot mit Hokkaido hat den Vorteil, dass er der Kürbis nicht geschält werden muss und mit Schale weichgekocht und püriert werden kann. Mit Hokkaido erhält man die intensivste Farbe durch seine leuchtend rote Schale. Andere Kürbissorten müssen geschält werden und ergeben eher gelbere Brötchen.
Saftige Brötchen durch Kürbispüree
Kürbisbrötchen kann man sowohl mit rohem geraspelten Kürbis wie auch mit Kürbismus herstellen. Diese Brötchen sollen besonders fein und luftig sein, so dass der Kürbis weichgekocht und püriert wird. Damit sie besonders saftig werden, wird mit 0 g Wasser angefangen und dann nach und nach so viel Wasser zugegeben wie das Mehl gut aufnehmen kann und der Teig noch ordentlich verarbeitbar ist. Die genaue Flüssigkeitsmenge kann ich leider nicht exakt angeben, da dies vom Wasseraufnahmevermögen des Mehls und vom Kürbispüree abhängt. Kürbis enthält je nach Jahreszeit und Kürbissorte unterschiedlich viel Feuchtigkeit. Zudem kommt es darauf an, wie viel Wasser beim Garen zugegeben wurde und wie trocken oder feucht dann das Kürbispüree ist. Je trockener das Kürbispüree ist, umso besser kann man mit Zugabewasser den Hauptteig steuern.
Wie Kürbisbrötchen formen?
Kürbisbrötchen können im Prinzip jede Form annehmen. Eben so wie normale Brötchen rund oder länglich, eingeschnitten oder rustikal aufgerissen, oder hübsch als kleiner Kürbis geformt. Wenn man sie als kleine Kürbisse backen möchte, dann formt man sie zuerst wie normale runde Brötchen und nimmt dann einen Bindfaden – am Besten Küchengarn – und wickelt diesen Kreuzweise, dass 6 oder 8 Teile entstehen. Wichtig ist hierbei nur, dass man den Faden nur leicht anzieht. Das Muster entsteht durch die 2. Gare und das Aufgehen im Ofen.
Herzhaftes Brötchen durch Kürbiskerne
Wer es besonders herzhaft mag, kann in den Brötchenteig noch Kürbiskerne einarbeiten. Ebenfalls kann man die Butter durch Kürbiskernöl ersetzen und in den Teig geben. Beides verleiht ihnen ein nussig-herzhaftes Aroma.
Leckeres für jeden Tag – „Kürbis“
Das Kürbisbrötchen Rezept habe ich für das Jahresevent „Leckeres für jeden Tag“ gekocht. Im Oktober ist das Thema „Kürbis“. Alle Teilnehmer stehen unten und sind mit ihren Rezepten verlinkt.
Weitere Ideen für #LeckeresFürJedenTag
Caroline von Linal’s Backhimmel mit Kürbis-Zimtschnecken
Dani von Kartoffelwerkstatt mit Cremiger Kürbis-Kartoffel-Auflauf mit Meerrettich & Bergkäse
Tina von Küchenmomente mit Kürbis-Galette mit Ziegenkäse
Bianca von ELBCUISINE mit Kürbis-Rezept mit Hokkaido: Einfaches Pesto für den Herbst
Gabi von USA kulinarisch mit Easy Pumpkin Pie – einfacher Kürbiskuchen
Britta von Backmaedchen 1967 mit Apfel-Kürbis-Streuselkuchen
Martina von ninamanie mit Kürbis-Blumenkohl-Brokkolini-Auflauf
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Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum mit Kürbiswaffeln mit gebrannten Kürbiskernen
Britta von Brittas Kochbuch mit Saftige Kürbismuffins
Regina von Bistroglobal mit Kürbis-Hirse-Salat
Barbara von Barbaras Spielwiese mit Lauwarmer Spaghettikürbis, japanisch angehaucht








Liebe Sylvia,
deine Kürbisbrötchen sehen so weich und fluffig aus und ich würde dir am Liebsten eines stibitzen und wegputzen. Herzliche Grüße Daniela
Liebe Sylvia, mir läuft das Wasser im Munde zusammen. So ein Brötchen würde ich mir gerade wünschen. Viele Grüße, Regina