Bayern, Deutsche Küche, Europa, Für den Teller, Gemüse, Herbst, Rind, Salat, Sommer, Winter
Kommentare 31

Pichelsteiner Eintopf – Rezept für Gemüseeintopf mit Rindfleisch

Pichelsteiner Eintopf - Rezept für Gemüseeintopf mit Rindfleisch

Der Pichelsteiner Eintopf ist typisch deutsche Hausmannskost. Dabei handelt es sich um ein Rezept für einen dicken reichhaltigen Gemüseeintopf mit Rindfleisch. Wer ihn vegetarisch mag, lässt das einfach das Fleisch weg und nimmt Gemsebrühe.

Pichelsteiner Eintopf - Rezept für Gemüseeintopf mit Rindfleisch

Pichelsteiner Eintopf - Rezept für Gemüseeintopf mit Rindfleisch

Den Pichelsteiner Eintopf wollte ich eigenlich schon sehr lange als Beitrag im Blog posten. Genau richtig wäre er z.B. auch für das Blogevent zur Deutsche Küche mit Thema Bayerische Küche gewesen.

Die Basis: eine gute Brühe – am besten Fleischbrühe

Das wichtigste bei einem Eintopf ist die Brühe. Perfekt ist es diese natürlich selbst zu kochen, gerne mit Markknochen für den herzhaften Geschmack. Es braucht zwar etwas länger als Brühpulver zu benutzen, Inhaltsstoffe und Geschmack sind dafür viel besser. Wer die Suppe lieber als vegetarischen Gemüseeintopf essen möchte, der nimmt hierfür einfach Gemüsebrühe.

Fleischbrühe vom Rind

Fleischbrühe vom Rind

Reichhaltiger Pichelsteiner mit Fleisch

Eine guter Pichelsteiner Eintopf ist reichhaltig und wird mit ordentlich Fleisch als Einlage gekocht. Bei diesem Rezept wird das Fleisch aus der Brühe abgezupft und später wieder mit erwärmt. Wer mag kann stattdessen oder zusätzlich auch noch Wurst zugeben.

Ausgelöstes Rindfleisch

Ausgelöstes Rindfleisch

Herzhafte Fleischbrühe

Herzhafte Fleischbrühe

Rezept für Pichelsteiner Eintopf (Gemüseeintopf mit Rindfleisch)

3 – 4 Portionen

Zutaten Fleisch und Brühe:

  • 600 – 800 g Beinscheibe mit Markknochen
  • 1,5 l Wasser
  • 1 Stk Sellerie ca. 160 g
  • 2 Stk Möhren ca. 160 g
  • 1 Stk Lauch ca. 100 g
  • 1 Zwiebel
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1/2 TL Pfferkörner schwarz

Zutaten Pichelsteiner Eintopf:

  • 350 g Kartoffeln (ca. 3 Stk.)
  • 120 g Möhren (1 – 2 Stk.)
  • 1 Zwiebel
  • 70 g Sellerie (1 kl Stk.)
  • 70 g Lauch (1 kl Stk.)
  • 250 g Wirsing oder Weißkohl (1/2 kl Kopf)
  • 0,75 l Fleischbrühe (siehe oben) oder Gemüsebrühe
  • 0,25 l Wasser
  • Fleisch der Fleischbrühe (siehe oben)
  • 2 EL Butterschmalz
  • Salz
  • Pfeffer
Pichelsteiner Eintopf - Rezept für Gemüseeintopf mit Rindfleisch

Pichelsteiner Eintopf - Rezept für Gemüseeintopf mit Rindfleisch

Zubereitung Pichelsteiner Eintopf:

  1. Vorbereitungen Brühe: Fleisch mit Wasser abbrausen. Möhren, Sellerie und Lauch putzen und in grobe Stücke schneiden. Zwiebel 1x längs halbieren. Schalen, die verschmutzt sind entfernen, ansonsten mit Schale verwenden.
  2. Fleischbrühe kochen: Rindfleisch mit kaltem Wasser aufsetzten. Den aufsteigenden grauen Eiweißschaum mit einer Schaumkelle abschöpfen. Wenn das Wasser kocht und kaum noch Schaum aufsteigt, das Gemüse sowie Lorbeerblatt und ganze schwarze Pfefferkörner zugeben. 1,5 bis 2 Stunden leicht simmern lassen. Mit der Schaumkelle Gemüse und Fleisch aus dem Topf holen. Gemüse verwerfen, da es zerkocht ist und sein Aroma in die Brühe gegeben hat. Durch ein feines Sieb gießen um größere Bestandteile und Pfefferkörner zu entfernen. Rindfleisch von den Knochen und Häutchen zupfen.
  3. Vorbereitungen Eintopf: Die Zwiebel schälen und in grobe Stücke schneiden. Kartoffeln und Sellerie putzen und in Würfel von etwa 1 bis 1,5 cm schneiden. Vom Wirsingkohl den Strunk herausschneiden und die Blätter in mundgerechte Stücke oder Streifen schneiden. Möhren und Lauch putzen und in dünne Scheiben schneiden.
  4. Pichelsteiner kochen: Das Schmalz erhitzen und die Zwiebel leicht anschwitzen. Die Brühe angießen und Gemüse und Wirsing zugeben und 20 Minuten köcheln lassen. Das Rindfleisch hineingeben und erwärmen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  5. Servieren: Den Eintopf auf Suppentellern oder in Schalen geben und servieren. Wer mag mit etwas Petersilie garnieren.

Zubereitungszeit ca. 2 Stunden Brühe plus 30 Minuten Pichelsteiner Eintopf kochen

#wirrettenwaszurettenist

Heute bin ich mal wieder mit der Rettungstruppe unterwegs! Mit dem Organisationsteam Britta, Barbara und Tamara werden weiterhin bei #wirrettenwaszuretten Gerichte vor der Lebensmittelindustrie gerettet. Dabei soll gezeigt werden, dass es ganz einfach ist aus normalen Zutaten tolles Essen zuzubereiten und auf künstliche Zusatzstoffe zu verzichten. Alle Teilnehmer dieser Rettungsaktion zum Thema ‚Suppen und Eintöpfe‘ sind weiter unten aufgelistet.

Klassiker unter den Dosensuppen

Klassiker unter den Dosensuppen

Rettet Suppen und Eintöpfe

Schaut man in die Regale der Supermärkte, dann könnte man glauben, dass Suppen und Eintöpfe kompliziert wären. Dabei sind sie eigentlich sehr einfach zu machen. Zumindestens, wenn man einen Grundstock an verschiedenen Brühen vorrätig hat. Trotzdem ist es verführerisch, für den schnellen Hunger oder Notvorrat eine Tüte oder Dose da zu haben. Dieses Mal habe ich klassischen Pichelsteiner Eintopf selber gemacht. Und auch wenn in der Dose zumindest gut 50 % Gemüse enthalten sind, so kann man bei Fleisch und Brühe sicher sein, dass bei der selbstgekochten Suppe einfach ordentliche Zutaten drin sind.

Alle Teilnehmer dieser Rettung:

Brittas Kochbuch – Mulligatawnysoup
Cakes, Cookies and more – Selbstgemachte Tütensuppe im Glas
Turbohausfrau – Französische Zwiebelsuppe
BrigittasKulinarium – Französische Zwiebelsuppe
Anna Antonia-Herzensangelegenheiten – Tomatencremesuppe
Pane-Bistecca – Chinesische Nudelsuppe schnell gemacht
BackeBackeKuchen – Gulaschsuppe
CorumBlog 2.0 – Brokkoli-Nudel-Topf
evchenkocht – Klare Rinderbrühe mit Blutwurst-Teigtaschen
Bonjour Alsace – Erbseneintopf
our food creations – Champignoncrèmesuppe
Kleines Kuliversum – Lensenzopp – luxemburgische Linsensuppe
Cahama – Französische Knoblauchsuppe mit Croûtons
Kaffeebohne – Blumenkohl-Brokkoli-Suppe
Volkermampft – Brokkoli-Creme-Suppe mit Mandeln
Möhreneck – Gemüsesuppe
Das Mädel vom Land – Serbische Bohnensuppe
Barbaras Spielwiese – Waldpilz-Cremesuppe (ohne Tüte)

31 Kommentare

  1. Pingback: Easy-peasy Rinderbrühe mit Blutwurst-Teigtaschen

  2. Pingback: #wirrettenwaszurettenist: Suppen/Eintöpfe (aus Tüte und Dose) | Brittas Kochbuch

  3. Kürzlich habe ich das allererste Mal eine Rinderbeinscheibe gekauft und damit experimentiert. Das Fleisch mochte ich, das wurde schön zart und hatte einen guten Geschmack, den es an die Masse Gemüse abgegeben hat. Was ich sonst damit anfangen kann, war mir gar nicht so bewusst (deutsche Küche gehe ich immer essen, außer dieses Jahr, kochen kann ich das selber nicht…).

    Dein Rezept wandert jetzt direkt auf meine Nachkochliste! Zum einen habe ich noch nie Rinderbrühe selbst gekocht, zum zweiten kenne ich den Pichelsteiner Eintopf nur vom Namen her. Liest sich super!

    • Spätburgunder sagt

      Beinscheiben liebe ich für Eintöpfe! Es braucht zwar etwas länger bis es weich ist, hat aber eine tolle Konsistenz. Ossobuco kann man ebenfalls mit Beinscheiben vom Rind machen. Oder alles Gulasch- und Ragoutähnliche – es braucht lediglich Zeit.

    • Spätburgunder sagt

      Der Eintopf kommt aus dem Bayerischen Wald – vermutlich aus Bichelstein. Der dann aufgrund der Mundart zu Pichelstein wurde. Wobei es zwei Vermutungen gibt, wie sich der Name etabliert hat.

  4. Pingback: Chinesische Nudelsuppe, schnell gemacht – Chinese Noodle Soup, quickly cooked – Pane Bistecca

  5. Pichelsteiner hätte ich niemals in Bayern verortet…. klingt jedenfalls gut und ist mit Dosenware niemals nicht zu vergleichen…

    • Spätburgunder sagt

      Das es ein bayerisches Gericht ist, habe ich auch erst bei der Recherche zum Rezept herausgefunden. Aber Ausnahmsweise ist man sich einig und verortet es in Richtung Bayerischer Wald.

  6. Pingback: Französische Knoblauchsuppe mit Croûtons – cahama

  7. Pichelsteiner Eintopf hat meine Mutter öfters gemacht, bei mir ist er in Vergessenheit geraten, jetzt wurde ich durch Dich daran erinnert! Sehr gut für diese trüben Tage!

    • Spätburgunder sagt

      Ja früher gabe es bei uns solche Eintöpfe auch regelmäßig. Ein großer Topf Eintopf macht viele satt und glücklich.

  8. Liebe Sylvia,

    was für ein schöner Eintopf. Genau mein Ding. Und dass die Brühe mit einer Beinscheibe gekocht wird macht die Sache noch interessanter.

    Liebe Grüße
    Andrea

  9. Das klingt ja herrlich! Ich mag so deftige Eintöpfe unglaublich gerne, vor allem, wenn man was Köstliches zum Aufwärmen braucht 🙂
    Liebe Grüße, Julia

    • Spätburgunder sagt

      Der Pichelsteiner macht satt und glücklich. Und aufgewärmt schmeckt er natürlich auch mal besser. 🙂

  10. Mir geht’s wie Anna C.
    Pichelsteiner hätte ich auch eher in Norddeutschland gesehen.

    Dein Rezept klingt total köstlich.

    LG Britta

    • Spätburgunder sagt

      Ja, manche Gerichte sind im Norden beliebter auch wenn sie aus dem Süden kommen und umgekehrt. So wie bei Bockbier: kommt aus Einbeck im Norden und berühmt sind sie im Süden. Oder bei der Bockwurst: kommt aus dem Süden und wird hauptsächlich im Norden konsumiert.

  11. Pingback: Blumenkohl-Brokkoli-Suppe – Kaffeebohne

  12. Hallo Sylvia,
    Pichelsteiner, wie schön und so herrlich saisonal. Den wird es geben, wenn meine Tochter übernächste Woche wieder in die Schule geht und in der Mensa speist und ich nicht zwingend vegetarisch kochen muss.
    Vielen Dank für das schöne Rezept.
    Liebe Grüße
    Katja

    • Spätburgunder sagt

      Man kann Pichelsteiner ja auch vegetarisch zubereiten. Mit Fleischbrühe ist es reichhaltiger. 🙂

  13. Pingback: Rezept: Süßkartoffel-Kokos-Suppe nach Christoph Rüffer – Genial Lecker

  14. Ein toller einfacher und leckerer Eintopf. Bekomme ich direkt Lust drauf, jetzt wo es langsam anfängt kalt zu werden.
    Gruß Volker

  15. Hey Sylvia,
    das ist ein Eintopf, den ich noch nicht kannte – bei uns gibts das definitiv nicht 😉
    Ein Grund mehr, ihn mal auszuprobieren, da sind ja nur Sachen drin, die für sich schon gut schmecken … Danke für dein Rezept!
    Liebe Grüße!

  16. Hallo liebe Sylvia,
    auch bei mir eine bisherige kulinarische Bildungslücke durch dich geschlossen. Habe ich bisher weder probiert noch gekannt. Dabei kommt mir die Idee mit den Beinscheiben in der Suppe extrem gut vor!
    Liebe Grüße,
    Eva

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.