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Borschtsch – Rezept für Rote Bete Suppe

Borschtsch - Rezept für Rote Bete Suppe

Borschtsch ist ein beliebter Eintopf in ganz Osteuropa. Immer enthalten sind als Zutat Rote Bete und Weißkohl sowie Fleisch oder Wurst. Wichtig ist viel Schmand oder saure Sahne – möglischt die cremige-flüssige saure Sahne.

Borschtsch - Rezept für Rote Bete Suppe

Borschtsch - Rezept für Rote Bete Suppe

Die Basis: eine gute Fleischbrühe

Das wichtigste bei einem Eintopf ist die Brühe. Perfekt ist es diese natürlich selbst zu kochen, gerne mit Markknochen für den herzhaften Geschmack. Es braucht zwar etwas länger als Brühpulver zu benutzen, Inhaltsstoffe und Geschmack sind dafür viel besser. Gebräuchlich sind Bauch-, Brust oder Beinfleisch von Rind oder Schwein.

Fleischbrühe vom Rind

Fleischbrühe vom Rind

Reichhaltige Borschtsch mit Fleisch

Eine gute Borschtsch ist reichhaltig und wird mit ordentlich Fleisch oder Wurst als Einlage gekocht. Bei diesem Rezept wird das Fleisch aus der Brühe abgezupft und später wieder mit erwärmt. Wer mag kann stattdessen oder zusätzlich auch noch Wurst zugeben.

Ausgelöstes Rindfleisch

Ausgelöstes Rindfleisch

Herzhafte Fleischbrühe

Herzhafte Fleischbrühe

Vegetarische Variante

Auch wenn Boschtsch normalerweise ein herzhafter Rote-Bete-Weißkohl Eintopf mit Fleisch oder Wurst ist, koche ich ihn auch regelmäßig in einer vegetarischen Variante. Meinen vegetarischen Borschtsch koche ich mehrmahl im Winter und ist schon seit Jahren im Blog veröffentlicht. Wer es vegan mag, lässt einfach die saure Sahne weg.

Rezept für Borschtsch – Rote Bete Suppe

4 Portionen

Zutaten Fleisch und Brühe:

  • 600 – 800 g Bauch-, Brust oder Beinfleisch von Rind oder Schwein (hier: Beinscheibe mit Markknochen)
  • 1,5 l Wasser
  • 1 Stk Sellerie ca. 80 g
  • 2 Stk Möhren ca. 160 g
  • 1 Stk Lauch ca. 60 g
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1/4 TL Pfferkörner schwarz

Zutaten Borschtsch:

  • 3 Rote Bete (~350 g)
  • 1/2 Weißkohl geputzt (~350 g)
  • 3 Kartoffeln (~280 g)
  • 1 Möhren (~100 g)
  • 1 Zwiebel (~130 g)
  • 1 kl Stk. Sellerie (~150 g)
  • 1 kl Stk. Lauch (~75 g)
  • 1,5 l Fleischbrühe und Fleisch (siehe oben)
  • 2 EL Butterschmalz
  • 1 Lorbeerblatt
  • Salz
  • Pfeffer
  • etwas Petersilie
  • 1-2 Becher Saure Sahne (möglichst cremige-flüssige)
Borschtsch - Rezept für Rote Bete Suppe

Borschtsch - Rezept für Rote Bete Suppe

Zubereitung Borschtsch:

  1. Vorbereitungen Brühe: Fleisch mit Wasser abbrausen. Möhren, Sellerie und Lauch putzen und in grobe Stücke schneiden. Zwiebel 1x längs halbieren. Schalen, die verschmutzt sind entfernen, ansonsten mit Schale verwenden.
  2. Fleischbrühe kochen: Rindfleisch mit kaltem Wasser aufsetzten. Den aufsteigenden grauen Eiweißschaum abschöpfen. Wenn das Wasser kocht und kaum noch Schaum aufsteigt, das Gemüse sowie Lorbeerblatt und ganze schwarze Pfefferkörner zugeben. 1,5 bis 2 Stunden leicht simmern lassen. Mit der Schaumkelle Gemüse und Fleisch aus dem Topf holen. Gemüse verwerfen, da es zerkocht ist und sein Aroma in die Brühe gegeben hat. Durch ein feines Sieb gießen um größere Bestandteile und Pfefferkörner zu entfernen. Rindfleisch von den Knochen und Häutchen zupfen.
  3. Vorbereitungen Borschtsch: Die Zwiebel schälen und in grobe Stücke schneiden. Rote Bete, Kartoffeln und Sellerie putzen und in Würfel von etwa 1 bis 1,5 cm schneiden. Vom Weißkohl den Strunk herausschneiden und in mundgerechte ‚Flecken‘ (Stücke) schneiden. Möhren und Lauch putzen und in dünne Scheiben schneiden.
  4. Boschtsch kochen: Das Schmalz erhitzen und das Zwiebeln leicht anschwitzen. Die Brühe angießen und Rote Bete, Weißkohl sowie Lorbeerblatt zugeben und etwa 10 Minuten köcheln lassen. Das restliche Gemüse zugeben und weitere 10 bis 15 Minuten köcheln lassen. Das Rindfleisch hineingeben und erwärmen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  5. Servieren: Den Eintopf auf Suppentellern oder in Schalen geben und mit cremig-flüssiger sauren Sahne servieren. Mit etwas Petersilie garnieren.

Zubereitungszeit ca. 2 Stunden Brühe plus 30 Minuten Borschtsch kochen

Beliebter Eintopf aus Osteuropa

Ursprünglich kommt Borschtsch aus der Ukraine und hat sich von dort nach ganz Osteuropa verbreitet. Die Suppe wird traditionell mit Rote Bete zubereitet und wird in Russland mit „борщ“ und Polen mit „Barszcz“ – Borsch – bezeichnet.
Je nach Region ist es keine eigene Mahlzeit, sondern wird als Suppe oder Zwischengericht zum Mittag- oder Abendessen gereicht. Zur Suppe gibt es reichlich saure Sahne oder Schmand sowie frische gehackte Kräuter wie Dill oder Petersilie.

Je nach Region gibt es unterschiedliche Vorlieben bei der Rezeptur. Fast immer enthalten ist Fleisch, Rote Bete und Weißkohl. Oft enthalten sind Kartoffeln, Karotten und Zwiebeln, zum Teil enthält sie auch Bohnen, Paprika oder Tomaten. Wichtig ist viel Gemüse, dass der Holzlöffel in der Suppe stehen kann.

Barszcz – Borsch in Polen

Der polnische „Barszcz“ wird sowohl mit normaler wie auch mit natursauer fermentierter Rote Bete gekocht. Manchmal wird auch Rote Bete Saft verwendet. Je nach Variante ändert sich der Charakter der Suppe. Sie kann als Eintopf mit Rindfleisch oder Wurst serviert werden. In manchen Gegenden werden sie auch als klare Suppe mit „Uszka“-Teigtaschen serviert.

Borschtsch - Rezept für Rote Bete Suppe

Bortsch - beliebt in Polen, Russland und Ukraine

Kulinarische Weltreise #kulinarischeweltreise

Das Borschtsch Rezept habe ich für das Jahresevent „kulinarische Weltreise“ aufgeschrieben. Die kulinarische Weltreise wird von Volker (volkermapft) organisiert und trägt Köstlichkeiten aus verschiedenen Ländern zusammen. Die September-Station geht in nach Polen. Alle Teilnehmer stehen unten und sind mit ihren Rezepten verlinkt.

Kulinarische Weltreise Polen: alle Teilnehmer und Rezepte

Die Zusammenfassung Polen findet Ihr am 30. September 2020 bei volkermapft. Folgende Beiträge sind zusammengekommen:

Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Kaninchen in Specksauce – Królik w smietanie z boczkiem
Volker von Volkermampft mit Krokiety – Polnische Kroketten mit Hackfüllung + Pulpety – polnische Hackbällchen in Dill-Sahne Soße + Restaurant Kuchnia – polnisches Küche in Hamburg
Jill von Kleines Kuliversum mit Barszcz – vegetarischer Borschtsch aus Polen
Ulrike von Küchenlatein mit Dunkles Schlesisches Roggenbrot – Chleb + Polnisches Landbrot + Polnischer Kartoffelsalat – Sałatka ziemniaczana — + Saurer Roggenstarter – Zakwas Żytni + Polnische saure Suppe – Żurek + Bigos aus dem Slowcooker
Carina von Coffee2Stay mit Pierogi Ruskie: Polnische Kartoffel-Käse-Piroggen
Michael von SalzigSüssLecker mit Torte „Pani Walewska“
Simone von zimtkringel mit Skubaniec oder Plesniak
Britta von Brittas Kochbuch mit Polnisches Roggensauerteigbrot mit Kürbiskernen + Masurischer Kartoffel-Majorankuchen + Würzige Kürbispierogi + Kapuśniak – Spitzkohleintopf mit Tomaten, Dill und Bacon + Blumenkohl polnische Art + Polnischer Apfelkuchen + Gemischtes Gulasch mit braunen Champignons, geschmorter Rote Bete und Kopytka + Gulasch mit Gretschnewaja Kascha
Tina von Küchenmomente mit Piegusek – Mohnkuchen aus Polen
Britta von Backmaedchen 1967 mit Rogaliki polnische Marmeladenhörnchen
Susanne von magentratzerl mit Tomatensuppe polnische Art
Gabi von slowcooker.de mit Rosół – polnische Hühnersuppe
Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum mit Polnischer Schokokuchen
Conny von food for the soul mit Piegusek – Polnischer Mohnkuchen
Sus von CorumBlog 2.0 mit Awanturka – Käsecreme mit geräuchertem Fisch
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  9. Hallo Sylvia,
    Borschtsch wünsche ich mir regelmäßig, wenn ich bei meiner russischen Freundin zu Besuch bin. Bei uns zuhause mag niemand außer mir Rote Beete – leider. Spannend, dass es auch eine polnische Version gibt – ich hatte Borschtsch definitiv nach Russland/Ukraine verortet. Wieder etwas gelernt – super 🙂 !
    Liebe Grüße
    Tina

  10. Dein Borschtsch sieht einfach wunderbar lecker aus! Eine wahre Augenweide! Und ich kann mir vorstellen, dass er auch super geschmeckt hat. LG Conny

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  15. Da ich früher keine Rote Beete mochte (warum auch immer) hat es Borschtsch noch nie auf meine Rezeptliste geschafft. Die Wende hat erst der Besuch im polnischen Restaurant letzten Monat gebracht.

    Gut das ich nun auch gleich ein Rezept habe 🙂

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