Alle Artikel in: Suppen

Kerbelsuppe

Die Kerbelsuppe ist eine klassische Frühlingssuppe, insbesondere zu Gründonnerstag. Basis für dieses Rezept sind Kartoffeln und eine gute Brühe. Wird sie nicht als Fastensuppe an Gründonnerstag auf den Tisch gebracht, so kann sie mit ein wenig trockenen Weißwein verfeinert werden. Kerbel verliert schnell sein Aroma. Daher ist es wichtig, dass der Kerbel erst kurz vor der Verwendung geschnitten und als letztes in der Suppe püriert wird.

Pastinakensuppe

Die Pastinakensuppe ist eine leckere Cremesuppe. Pfiff gibt ihr die Muskatblüte und die scharfen gerösteten Walnüsse. Muskatblüte ist etwas blumiger / fruchtiger als Muskatnuss. Ist Muskatblüte nicht im Vorrat, so kann sie durch Muskatnuss ersetzt werden. Die mit Cayennepfeffer gewürzten gerösteten Walnüsse bringen einen schönen Biss in die Pastinakensuppe.

Steckrübeneintopf – nach Art „Hamburger National“

Ein Steckrübeneintopf mit Kartoffeln ist ein norddeutscher Klassiker. Mit deftigem Fleisch und einer ansprechenden Gewürzmischung würde einem sofort Hamburger National einfallen. Hier kommt der Eintopf in einer fleischlosen Variante auf den Tisch. Man merkt es, es ist März. Und es geht weiter mit dem unvermeidlichen Lagergemüse des Kartoffelkombinats. Aus Steckrüben etwas Schmackhaftes zu kochen ist für mich immer noch eine Herausforderung. Steckrüben sind für mich normalerweise ein eher langweiliges Wintergemüse. In Kombination mit dieser für mich eher ungewöhnlichen Gewürzmischung und den frischen Kräutern gefällt es mir/uns sogar so gut, dass es bereits mehrfach in diesem Winter gekocht wurde. Und sogar mehrfach als Wunschgericht für Steckgrübe genannt wurde. Die frischen Kräuter sind der entscheidende Unterschied zwischen „kann man essen“ und „richtig lecker“. Getrocknete Kräuter sind in diesem Fall nur dritte Wahl. Und ohne saure Sahne würde das i-Tüpelchen fehlen, wodurch der trotz allem rustikale Steckrübeneintopf seine frische Note erhält. *=Affiliate-Link zu Amazon. Wer über diesen Link bestellt zahlt genausoviel wie sonst auch, allerdings erhalte ich einen kleinen Vermittlungs-Betrag, den ich wieder in neue Kochbücher etc. stecken …

Hühnerbrühe – flüssiges Gold

Die klassische Hühnerbrühe ist flüssiges Gold in der Küche. Eine selbstgekochte Hühnerbrühe schmeckt um Welten besser als jedes flüssige oder pulverige Fertigprodukt. Die Brühe ist vielseitig verwendbar als klare Suppe mit Einlage, als Basis für ein Risotto und Grundlage für Saucen, Cremesuppen und Eintöpfe. Eine heiße Tasse Brühe wärmt Körper und Seele gleichermaßen. Die Inhaltsstoffe helfen bei körperlichen Unpässlichkeiten und seelischen Verstimmungen schnell wieder auf die Beine zu kommen. Sie schmeckt einfach hervorragend. Eine Hühnerbrühe zu kochen ist einfach, der Aufwand hält sich eigentlich in Grenzen. Die Einschränkung „eigentlich“ bezieht sich auch nicht auf das Kochen selbst, sondern auf das saubere Arbeiten, wenn man sie mittels Einkochen haltbar machen möchte. Einfrieren wäre die Alternative, nur leider hat mein Tiefkühler nicht die Kapazitäten dafür. Aber es lohnt sich. Jedes Glas Brühe ist ein Genuss!

Thüringer Sauerkrautsuppe

Die Thüringer Sauerkrautsuppe ist etwas für Sauerkrautfans. Wer Sauerkraut nicht mag, oder nur ab und an gerne isst, für den ist die Suppe nur bedingt zu empfehlen. Auch wenn sie durch den Apfelsaft mild und durch Sahne und saure Sahne cremig wird, kommt der Sauerkrautgeschmack gut durch. Weitere Aromen geben Kümmel, Wachholder und Lorbeerblätter sowie frischer Majoran. Auf die Idee Sauerkraut einmal anders als herkömmlich zu probieren kam ich, da 500 g gutes Bio-Sauerkraut aus dem Ernteanteil des Kartoffelkombinat aufgebraucht werden wollte. Normales Kraut hatte ich schon zweimal gekocht. Und da mein Partner Sauerkraut nicht sonderlich mag, kam mir die Aufgabe zu es vollständig aufzuessen. Angereichert habe ich es mit wenig geräucherten Kasslerwürfeln, die mir darin gut gefallen haben. Das Rezept kommt aus Stevan Paul und Katharina Seisers Buch Deutschland vegetarisch. Normalerweise ist jedes Rezept was ich bis jetzt daraus gekocht habe empfehlenswert. Dieses hier ist nur für absolute Sauerkrautfans. *=Affiliate-Link zu Amazon. Wer über diesen Link bestellt zahlt genausoviel wie sonst auch, allerdings erhalte ich einen kleinen Vermittlungs-Betrag, den ich wieder in neue Kochbücher …

Kürbiscremesuppe

Kürbiscremesuppen mag ich seit ich denken kann. Wann genau seit ich denken kann war, weiß ich nicht mehr. Denn zu Hause gab es sie leider nie, so wie es insgesamt keine Cremesuppen sondern nur Eintöpfe gab. Kürbissuppe gab es vermutlich nicht, da in meiner Kindheit und Jugend Kürbis einfach out war. Den einzigen Berührungspunkt mit dem Gemüse gab es damals nur in Form süß-sauer eingemachter Kürbisstücke. Und die fanden damals nicht so den Anklang. 2006 in Frankreich änderte sich das. Überall auf den Märkten und auch im Supermarkt gab es eine riesige Auswahl an Kürbissen. Die Vielfalt war überwältigend. Muskatkürbis, Butternut, Bischofsmütze, Spaghettikürbis und noch viele andere mehr. Damals war man in Deutschland gerade auf den Hokkaido gekommen. Die überall präsenten Kürbisse riefen nach Verarbeitung. Und so „musste“ ich die Kürbiscremesuppe in meiner 2-Kochplatten-Panty-Küche ausprobieren. Heute erhält man Kürbisse jeder Form und Größe glücklicherweise auch in Deutschland ganz selbstverständlich überall im Herbst und Winter. Den französischen Einfluss erkennt man an der „unbedingten“ Verwendung von Créme Fraîche. Einfach weil Créme Fraîche viel leichter im französischen Kühlregal …