Klassische Semmelknödel und Serviettenknödel sind perfekt um altbackene Brötchen und Weißbrot zu verwenden. Semmelknödel im Glas sind die geniale Variante um sie auch immer im Vorrat zu haben. Sie sind lange lagerfähig und blitzschnell servierbereit. Echte Vorratsküche mit Geschmack aus Brotresten wie ich sie liebe.
Eingekochte Semmelknödel im Glas sind einfach herzustellen und ich habe sie immer zu Hause im Vorrat. Es ist praktisch in den Keller zu gehen und sie hochzuholen. Zusammen mit eingekochtem Rotkohl und Rouladen, Gulasch oder Ochsenschwanzragout hat man immer eine köstliche vollständige Mahlzeit da. Auch als Knödelgröstl mit Salat oder Saure Knödel kann man sie verwenden. Egal ob man mal nicht einkaufen konnte oder einfach keine Lust hat groß frisch zu kochen.
Wie werden Knödel im Glas verwendet?
Eingekochte Semmelknödel sind bereits gegart, allerdings sollten sie vor dem Verzehr durcherhitzt werden. Ich stürze die Masse aus dem Glas, schneide sie in Scheiben und brate sie in Butterschmalz langsam an bis sie goldbraun und heiß sind.

Semmelknödel im Glas – Knödel auf Vorrat eingekochen
Zutaten
- 300 g Brötchen oder Weißbrot (altbacken)
- 2 EL Butter
- 1 kl Zwiebel
- 250 ml Milch
- 3 Eier
- 1 TL Salz
- Pfeffer
- KEINE ! Petersilie
Zubereitung
Semmelknödelmasse herstellen:
- Vorbereitung: Die altbackenen Brötchen oder Weißbrote in Würfel schneiden. Die Zwiebel schälen und in sehr feine Würfel schneiden. In einer Kasserole die Butter erhitzen und darin die Zwiebelwürfel gut glasig dünsten ohnde dass sie Farbe annehmen. Die Milch zugeben und leicht erwärmen.
- Knödelmasse herstellen: Die Buttter-Zwiebel-Milch-Mischung zusammen mit den Semmelwürfeln und den Eiern in eine große Schüssel geben, einmal vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und gut durchmischen. Die Masse mindestens 1/2 Stunde quellen lassen. Der Teig soll vollständig nass und gequollen sein.
Semmelknödel einkochen:
- Semmelknödelmasse in Gläser einfüllen: Die Semmelknödelmasse nicht zu fest in die Gläser füllen und mindestens 3 cm Rand lassen.
- Vorbereiten Weckgläser: Die Glasränder sehr gut säubern. Den Gummiring auf den Deckelrand legen und auf das Glas geben. Mit zwei Metallklammern verschließen.Vorbereiten Schraubgläser: Die Deckel in heißes Wasser 10 Minuten geben. Die Glasränder sehr gut säubern. Den Deckel auf das Glas geben und fest zudrehen.
- Vorbereiten einkochen: Die verschlossenen Semmelknödel im Glas in den Topf / Bräter oder Einkochtopf geben. Die oberste Lage sollte zu 2/3 im Wasser stehen. Den Topf mit einem Deckel gut verschließen.
- Knödel einkochen: Das Wasser zum Kochen bringen. Die Hitze nur soweit herunterdrehen, wie das Wasser im Topf leicht sprudelnd kocht. Gegebenenfalls mit einem Thermometer die Temperatur überprüfen. Erst wenn das Einkochgut kocht beginnt die Einkochzeit. (Das dauert über 1/2 Stunde.)
- Einkochzeit Semmelknödel: Knödel für 120 Minuten bei 100 °C einkochen.
- Abkühlen lassen: Die Gläser aus dem Einkocher / Topf herausholen. Ca. 24 Stunden vollständig abkühlen lassen und nicht bewegen.
- Vakuum überprüfen:Weckgläser: Die Klammern abnehmen. Die Gläser sollten nun ein Vakuum gezugen haben und auch ohne Klammern fest sein.Schraubgläser: Die Deckel müssen sich nach innen wölben.
- Haltbarkeit: Richtig verschlossene Gläser sind über 1/2 Jahr haltbar. Gläser, die nicht verschlossen sind müssen innerhalb weniger Tage verbraucht werden.
Immer im Vorrat – selbstgekochte Knödel im Glas
Seit ich mit dem Einkochen begonnen habe, sind sie immer im Haus. Natürlich braucht es etwas bis die entsprechende Menge fertiggestellt und eingekocht ist. Aber es lohnt sich. Dieses Rezept mache ich immer in der einfacher oder zweifacher Menge, also 12 oder 24 Stück, da es dann bei mir genau in den Einkocher passt.
Semmelknödel auf Vorat in Weckgläser oder Schraubgläser einkochen
Knödel kann man sowohl in Weckgläser oder Schraubgläser (Twist-Off-Gläser) einkochen. Welche Gläserart man nimmt ist egal, denn mit beiden kann man sie sicher haltbar machen. Wenn ich einkoche, überlege ich eher, wieviel Portionen ich im Glas haben möchte und wähle dahingehend das Glas aus. Bei mir hat es sich bewährt, jeweils 1 Portion in ein 440 ml Schraubglas einzukochen. Die 3 cm Rand im Sturzglas sind eingehalten. 12 Gläser passen auf einer Ebene in den Einkocher. Bei dieser Art von Einkochgut verwende ich Sturzgläser, also Gläser ohne gewölbten Rand, die zylindisch sind.
Vorteile von Einkochen gegenüber im Tiefkühler einfrieren
Wer sich die Einkochzeit von 2 Stunden ab Kochen anschaut, der fragt sich ob sich der Aufwand lohnt. Bis vor einigen Jahren wäre meine Antwort ein klares unentschieden gewesen. Doch zu Zeiten, in denen die Gefahr von Stromausfällen und gar Stromabschaltungen zunimmt, ist für mich das Einkochen klarer Favorit. Nach dem Einkochen braucht es keinen weiteren Strom und muss nur an einem eher kühleren und dunkleren Ort aufbewahrt werden. Es ist sofort verwendbar und braucht nicht aufgetaut werden.
Haltbarkeit von eingekochten Knödeln
Wenn man beim Einkochen alles richtig gemacht hat, also sauber gearbeitet und die Einkochzeit richtig bemessen hat, halten sich Knödel über 6 Monate. Trotzdem ist es ratsam diese nicht kalt zu essen sondern vor Verzehr komplett durchzuerhitzen um Botulismus zu 100 % auszuschließen.
Unbedingt beachten: Rezept nicht TK oder gefriergetrocknete Petersilie erweitern, da diese das Einkochgut bitter werden lassen können!
Leckeres für jeden Tag – „Leckeres im Glas“
Das Semmelknödel im Glas Rezept habe ich für das Jahresevent „Leckeres für jeden Tag“ gekocht. Im Mai ist das Thema „Leckeres im Glas“. Alle Teilnehmer stehen unten und sind mit ihren Rezepten verlinkt.
Weitere Ideen für #LeckeresFürJedenTag
Daniela von Kartoffelwerkstatt mit Eingelegte Würzkartoffeln Eingelegte Würzkartoffeln
Britta von Backmaedchen 1967 mit Spaghetti-Eis Dessert
Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum mit Marmorkuchen im Glas
Caroline von Linal’s Backhimmel mit Panna Cotta mit Mango
Bianca von ELBCUISINE mit Salat im Glas
Tina von Küchenmomente mit Joghurtbombe im Glas
Simone von zimtkringel mit Mein Lieblingsdressing
Britta von Brittas Kochbuch mit Panna cotta mit Blaubeer-Vanille-Aroma
Gabi von Langsamkochtbesser mit Solero-Fruchtaufstrich
Regina von bistroglobal mit Adschika







Liebe Sylvia,
Auch ich bin ein Fan vom einkochen, da ich nur einen sehr begrenzten Platz zum einfrieren habe. Ein weiterer Vorteil ist für mich den Überblick zu behalten, den aus meinen Kindheitstagen weiß ich das mal schnell etwas in Vergessenheit gerät, je weiter unten das eingefrorene liegt.
Und außerdem ist es eine super Verwertung für Brotreste!
Liebe Grüße Daniela
Danke für die Inspiration, Sylvia – man kann auch Brotresten ja nicht immer nur Brotpudding oder Kirschmichel machen 😉 Dank deiner Tipps kriege hoffentlich auch ich Einkochneuling sowas hin.
Hi Sylvia,
geniale Idee! Ich liebe Knödel, der Rest der Familie mag andere Beilagen lieber und ich habe nicht immer Lust, zweierlei zu kochen. Ich hab gerade beschlossen, einfach ein paar kleine Knödelgläser für mich in den Keller zu stellen und die dann am obligatorischen Wir-mögen-aber-lieber-Nudeln-Tag zu nutzen. Supi!
Liebe Grüße
Simone
Das ist eine tolle Idee! Ich habe bis vor ein paar Jahren auch noch viel eingekocht, weil vieles so einfach besser schmeckt als gefroren.
Vielleicht fange ich mal wieder an…
Liebe Grüße
Britta
Liebe Sylvia, Knödel mag ich für mein Leben gerne. Jetzt bin ich weder die Einkocherin noch habe ich eine Gefriertruhe. Ob ich mich doch mehr zum Einkochen bewegen sollte? Liebe Grüße, Regina