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Toastbrot mit Salz-Hefe-Verfahren – Weizentoast

Toastbrot mit Salz-Hefe-Verfahren - Weizentoast

Das Toastbrot mit Salz-Hefe-Verfahren ist ein Weizentoast mit einer feinporigen Krume und einer dünnen Kruste. Ich habe es im Rahmen des #synchronbackens gebacken, da ich sehr neugierig auf das Ergebnis war. Mit dem Salz-Hefe-Verfahren gibt ja es bisher nur das Kruh – kroatisches Weißbrot auf dem Blog. Vom Geschmack bin ich begeistert, auch wenn es vom Aroma nicht ganz mit Poolish-Toasts aufnehmen kann.

Toastbrot mit Salz-Hefe-Verfahren - Weizentoast

Toastbrot mit Salz-Hefe-Verfahren - Weizentoast

Gutes Alltagsbrot – vielseitig verwendbar

Das Toastbrot mit Salz-Hefeverfahren ist ein gutes mildes Alltagstoast, das zu allen süßen und herzhaften Aufstrichen sowie Käse und Wurst passt. Sandwiches aller Art gelingen damit prima.

Toast mit Salz-Hefe-Verfahren

Für das Toastbrot habe ich eine Salz-Hefe-Lösung angesetzt und für 12 Stunden im Kühlschrank abstehen lassen. Bein nächsten Mal werde ich sie wie beim Kruh – kroatisches Weißbrot für 24 Stunden stehen lassen, denn den Geschmack hatte ich dort intensiver in Erinnerung. Der Teig lässt sich sehr gut verarbeiten, auch mit einer Teigausbeute TA 166 war er geschmeidig ohne zu kleben.

Toastbrot mit Salz-Hefe-Verfahren - Weizentoast

Toastbrot mit Salz-Hefe-Verfahren - Weizentoast

Salz-Hefe-Verfahren

Beim Salz-Hefe-Verfahren wird eine Salz-Hefe-Lösung angesetzt und für mindestens 4 Stunden im Kühlschrank abstehen lassen. Da der Ansatz keine Nährstoffe besitzt, fängt der Teig nicht das Gären an und kann bis zu 48 Stunden aufbewahrt werden. Bei diesem Verfahren wird Zellflüssigkeit der Hefezellen durch die Salzlösung abgezogen, wodurch die Zellhaut durchlässig wird und die Hefeenzyme austreten. Die Hefezellen sterben dabei ab, jedoch bleiben die Gärungsenzyme wirksam und gelangen in den Teig.

Teige mit dem Salz-Hefe-Verfahren zeichnen sich durch ihre gute Verarbeitbarkeit aus. Der Teig ist geschmeidig, stabil und klebt kaum. Die Gärung des Hauptteiges ist sehr gleichmäßig und ermöglicht eine kleinporige saftige Krume bei dünner Kruste. Auch große Teigmengen können gut verarbeitet werden, da sie relativ große Gärtoleranzen besitzen.

Toastbrot – auf Vorrat

Toast habe ich immer auf Vorrat im Gefrierer, denn nichts finde ich schlimmer, als sich nicht mal eben ein Brot oder Sandwich schmieren zu können. Dafür schneide ich es gleich nach dem Abkühlen in etwa 9 bis 10 mm dicke Scheiben und friere es sofort im Tiefkühler ein. Bei Bedarf wird dann einzeln eine Scheibe herausgenommen und gefroren im Toaster aufgetoastet.

Rezept für Toastbrot mit Salz-Hefe-Verfahren – Weizentoast

2 Laib je ca. 700 g (Kastenform 25 cm)

100 % Weizenmehl
Teigausbeute TA 166 (172 mit Butter)

Zutaten Salz-Hefe-Mischung:

  • 150 g Wasser
  • 15 g Salz
  • 15 g Frischhefe

Zutaten Hauptteig:

  • Salz-Hefe-Mischung
  • 750 g Weizenmehl 550
  • 300 g Wasser *Hinweis Wasser
  • 50 g Milch
  • 40 g Butter (geschmolzen)
  • 10 g Honig
Toastbrot mit Salz-Hefe-Verfahren - Weizentoast

Toastbrot mit Salz-Hefe-Verfahren - Weizentoast

Zubereitung Toastbrot mit Salz-Hefe-Verfahren:

  1. Salz-Hefe-Mischung: Das Salz im Wasser auflösen und danach die Hefe einrühren. Diese Mischung im Kühlschrank für für 4 bis 48 Stunden stehen lassen. (hier: 12 Stunden)
  2. Hauptteig: Salz-Hefe-Mischung mit den Hauptteigzutaten gut mischen und etwa 10 Minuten kneten (2 Minuten langsam, 8 Minuten schnell). *Hinweis Wasser
  3. Stockgare: 30 Minuten Teigruhe.
  4. Toast formen: Den Teig teilen und beide Teile sehr gut durchkneten, so daß große Luftblasen komplett ausgestoßen werden. Teig 10 Minuten entspannen lassen. Die Teiglinge je zu einem länglichen Zylinder formen und die hintere Kante nach vorne klappen, festdrücken und ein weiteres Mal wiederholen. Jeweils in eine mit Backpapier ausgekleidete Kastenformen geben.
  5. Stückgare: Bei Raumtemperatur etwa 50 bis 60 Minuten gehen lassen. **Hinweis Gehzeit
  6. Backofen vorheizen: Den Backofen auf höchster Stufe (mind. 250°C) ausreichend lang vorheizen.
  7. Toast backen: Die Kastenformen auf ein Gitter geben und mit Dampf backen. Nach 10 Minuten den Schwaden ablassen und die Temperatur auf 175°C reduzieren. Nach weiteren 20 Minuten die Brote aus den Kastenformen heben und ohne Form weitere 20 bis 25 Minuten backen. (Insgesamt ca. 50 Minuten backen.)
  8. Toast abkühlen lassen.
  9. Toast schneiden und einfrieren: Die Toastbrote werden in 9 – 10 mm dicke Scheiben geschnitten und einfroren. Bei Bedarf werden sie scheibenweise entnommen und gefroren getoastet.

Zubereitungszeit am Backtag: ca. 3 Stunden
Zubereitungszeit insgesamt: ca. 8 – 15 Stunden

Mit der Maschine geknetet.

*Hinweis Wasser:
Das Brot ist mit einer Teigausbeute TA von ~170 gebacken worden. Da jedes Mehl anders Wasser aufnimmt empfiehlt es sich, zunächst 25 bis 50 ml Wasser vorher zurückzubehalten und erst zum Schluss nach und nach zuzugeben, sollte das Mehl entsprechend mehr aufnehmen können.

**Hinweis Gehzeit:
Die angegebenen Garzeiten wurden bei einer Raumtemperatur von etwa 20°C erreicht. Bei wärmerer Temperatur verkürzen sich die Garzeiten (an heißen Sommertage zum Teil auch um die Hälfte), bei kühleren Temperaturen verlängern sie sich entsprechend.

Weitere köstliche Toastbrote auf Brotwein:

Toastbrot mit Salz-Hefe-Verfahren - Weizentoast

Toastbrot mit Salz-Hefe-Verfahren - Weizentoast

#synchrontoast – #synchronbacken – #synchronbackendasoriginal

Beim diesmaligen #synchronbacken mit Sandra von From-Snuggs-Kitchen und Zorra von Kochtopf sollte ein Toastbrot mit Salz-Hefe-Verfahren wie hier vom Brotingenieur gebacken werden. Ich habe mich relativ nah am Rezept bewegt und vor allem mehr Flüssigkeit in Form von zusätzlicher Milch zugegeben. Der Teig war einfach sehr fest mit Teigausbeute TA 160. Bei Toastbroten habe ich sehr gute Erfahrung mit höheren Teigausbeuten um die 165, so dass ich bedenkenlos die 50 g Milch zugegeben habe. Das Malz habe ich weggelassen und dafür Honig zugegeben. Ansonsten habe ich die Teigmenge um 1,5 erhöht, da ich ja bei Toastbroten immer zwei Kastenformen auf einmal backe. 🙂

#synchrontoast – Teilnehmer

zorra von 1x umrühren bitte aka kochtopf
Birgit von Birgit D – Kreativität in Küche, Haus & Garten
Britta von Backmaedchen 1967
Caroline von Linal’s Backhimmel
Dominik von Salamico
Tina von Küchenmomente
Simone von zimtkringel
Sonja von Soni-Cooking with love
Tamara von Cakes, Cookies and more
Ingrid von auchwas
Katrin von Summsis Hobbyküche
Steffi von dulcipessa
Rebekka von pfanntastisch
Britta von Brittas Kochbuch
Volker von volkermampft
Manuela von Vive la réduction
Birgit von Backen mit Leidenschaft
Dagmar von Dagmars Brotecke

23 Kommentare

  1. Pingback: Toastbrot nach Salz/Hefeverfahren -

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  3. Pingback: Toastbrot aus Dinkelmehl – einfach, lecker und vegan

  4. Liebe Sylvia,

    du hast ja schon viele Rezepte für Toastbrot auf deinem Blog- Wahnsinn! Dieses hier sieht auf jeden Fall traumhaft aus. Da bin ich jetzt fast ein bisschen neidisch 😉

    Liebe Grüße, Steffi

    • Spätburgunder sagt

      Ach, einfach mehr Toast backen, dann werden die von allein so schön 😉

  5. Guten Morgen,

    Vielen Dank für die tolle Erklärung über das Salz-Hefe-Wasser. Dein Toast sieht super aus. Hier sieht man auch die Erfahrung beim backen.
    Ich wünsche dir einen schönen Tag.
    Gruß Katrin

    • Spätburgunder sagt

      Toast wird hier ja regelmäßig gebacken. Es muss einfach immer im Haus sein. 🙂

  6. Liebe Sylvia, großartig wie immer bei Dir hier heute das Toastbrot. Es ist mir gleich wieder aufgefallen, das ich das Kruh schon lange auf meiner Liste habe und unbedingt auch probieren möchte. Danke für die super Tipps. Liebe Grüße Ingrid

  7. Pingback: Synchronbacken #33 – Buttertoastbrot mit dem Salz-Hefe-Verfahren | Brittas Kochbuch

  8. Dein Toastbrot sieht ja lecker aus, hat auch die perfekte Krume und Farbe. Meins ist leider zu dunkel geworden…kennst du sicherlich auch…aus der Form genommen und noch so 2-3 Minuten in den Ofen..und dann passiert’s, keine Uhr eingestellt und am PC gearbeitet…plötzlich schreckt man hoch und das Brot ist zu braun….oh weh…
    Dieses mal ging es gerade noch.

    Ich war ein wenig spät, kannst du mich noch mit in deine Liste aufnehmen, bei uns ging kein Internet.
    Lieben Dank
    und Gruß
    Dagmar

    • Spätburgunder sagt

      Klar, bist auf der Liste.
      Ich stelle mir meist mehrere Wecker um das zu verhindern. Einen für die Gesamtzeit und einen für Zeit Schwaden bzw. noch in der Formbleiben etc.

  9. Pingback: Synchronbacken #33 - Toastbrot Salz-Hefe-Verfahren - Küchentraum & Purzelbaum

  10. Tolle Idee mit dem einfrieren vom frischen Toast. Meistens bin ich zu langsam als das noch genügend übrig wäre zum einfrieren, aber ich mag die Idee und dann getoastet merkt keiner, dass es nicht komplett frisch ist.
    Muss ich mir merken 😉
    Liebe Grüße
    Soni

    • Spätburgunder sagt

      Ich esse Toast fast nur getostet. Liegt für mich Nahe, da schon meine Mutter gkauften Toast immer in den TK gegeben hat. 🙂

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