Als letzter Beitrag des Jahres 2025 folgt der traditionelle Jahresrückblick. Mit 46 Beiträgen habe ich dieses Jahr weiterhin nur moderat neu veröffentlicht. Der Hauptaugenmerk lag auf Technik und bestehende Beiträge. Meine Fotoordner belegen, dass ich zumindest gut 76 Mal selbst gekochtes Essen und etwa 14 Mal Brot & Brötchen fotografiert habe.
Vieles was gekocht und gebacken wurde, waren Klassiker des Blogs. Oft wurde gegessen ohne dass es auf Fotos festgehalten wurde. Insgesamt so wie die letzten Jahre. Zeit und Lust an Kochen und Backen war vorhanden, doch die Zeit verlangte oft nach praktischem.
Wie im letzten Jahr verwende ich für den Rückblick den Jahresrückblick-Fragebogen von Sabrina.
1. Was war 2025 dein erfolgreichster Blogartikel?
In 2025 gab es eine kleine Verschiebung bei den erfolgreichsten Artikeln. Bester Blogbeitrag 2025 wurde wieder das Hühnerfrikassee – Rezept klassisch wie bei Oma. Gefolgt von einem Beitrag aus dem letzten Jahr 2024, der Ente im Backofen – Omas Entenbraten. Auf Platz 3 ist das erst im November online gegangene Wildschweingulasch – Rezept klassisch mit Rotwein.
Der langjährige #1- bzw. #2-Beitrag Ofenspargel – Spargel im Backofen gegart wurde noch Platz 4 und die ständige #3 war auf Platz 5 Lachscreme Rezept – Lachsaufstrich selber machen.
2. Welche drei deiner eigenen Blogartikel aus diesem Jahr haben dir persönlich am meisten bedeutet?
Dieses Jahr finde ich es schwierig die Beiträge nach Bedeutung zu rangieren. Jedes hatte seine eigene Entstehungsgeschichte. Sei es, dass der Spargel-Mairübchen-Salat schon einige Jahre im Fotoordner liegt, obwohl er seit vielen Jahren unser Grillsalatklassiker ist. Oder die Stachelbeertarte mit Baiser, die mit den Stachelbeeren aus dem seit diesem Jahr eigenen (!) Garten gemacht wurden. Den Garten, den wir völlig verwildert übernommen haben und nun Schritt für Schritt von Ödland in Garten verwandeln. Für die Fougasse Bilder habe ich mir mehr Zeit als üblich genommen. Es hat mir viel Spaß gemacht und sie gefallen mir so gut, dass eines davon das Begrüßungsbild der neuen Startseite geworden ist.
3. Und welche drei aus anderen Blogs haben dich am meisten inspiriert?
Auch in diesem Jahr waren Blogeventes und die dort teilnehmenden Blogs wieder meine Inspirationsquelle. Und zugleich Motivator, trotz aller Umstände mich um den Blog zu kümmern und mir etwas schönes zu kochen oder zu backen. Gerade „Wir retten was zu retten ist“ und „Saisonal schmeckts besser“ sowie die monatlichen Events „leckeres für jeden Tag„. Aber natürlich auch bei den Blogparaden von Zorra versuche ich teilzunehmen.
4. Welches der Rezepte, die du 2025 veröffentlicht hast, hast du selbst am häufigsten gekocht – und warum?
Beim Brot war es ganz klar das Estnische Roggenbrot – Eesti Rukkileib. Ich denke dann immer an die Reise nach Estland von vor 20 Jahren zurück. Und wie wir dieses im Tartu Schießpulverkeller als Knoblauchbrot zum dort heimischen Bier gegessen haben. Eine wirklich schöne Zeit.
Brötchen gab es dieses Jahr eher selten. Am Häufigsten gab es da Bagels. Von denen bin ich einfach begeistert. Beide Rezepte sind so einfach, dass ich sie auch mit wenig Zeit gut in das Wochenende integrieren konnte.
Häufiger gekocht habe ich das Massaman Curry mit der Massaman Currypaste. Immer in unterschiedlicher Ausführung: Rind, Huhn, verschiedene Gemüse. Ich mag diese warm-würzige Gewürzmischung einfach sehr.
5. Was hat dich im Zusammenhang mit Kochen, Essen oder deinem Blog 2025 beschäftigt und warum?
Im Januar 2025 wurde Brotwein 10 Jahre alt. Ich mache alles komplett selber: Technik, Rezepte, Text und Bilder. Einiges an Technik-Updates hatte ich lange Zeit aufgeschoben. Das hatte mich allerdings nicht nur beim Bloggen, sondern auch insgesamt mental blockiert. Im Oktober war es dann soweit. Der Relaunch mit Facelift wurde durchgeführt und war insgesamt reibungsloser als ich es befürchtet hatte. Klar hat es gehakt, aber es gab nicht die ungeplanten Aussetzer. Ein Logo ist endlich eingebaut! Ich bin sehr zufrieden mit dem neuen Layout und habe richtig Lust mehr zu veröffentlichen. Aber auch ältere Beiträge aufzuhübschen oder einige Strukturergänzungen durchzuführen.
Der weiter größere Themenbereich war und ist die Qualität der Fotos. Es gibt immer mal wieder Zeiten, in denen man merkt, dass man auf der Stelle tritt. Und dass sich etwas ändern muss, damit man wieder Freude daran hat. Seit Herbst 2024 verändern sich meine Fotos. Es wird mehr geplant, mehr ausprobiert beim Foodstyling, Bildaufbau und in den Stilen. Die Bildbearbeitung hat einen größeren Sprung gemacht. Sowohl mit hellen Stilen wie auch in Dark & Moody und ein „bissl mehr drumherum“ wird nun experimentiert. Die Bilder von Früchtebrot (Makeover), Marzipanstollen und Ente á l’orange repräsentieren das glaube ich gerade ganz gut.
6. Was war deine größte kulinarische Neuentdeckung dieses Jahres – welches Lebensmittel, welches Rezept, welche Küchentechnik, welcher Geschmack hat dir eine völlig neue Welt eröffnet?
Wie die Jahre zuvor, gab es hauptsächlich logische Weiterentwicklungen. Auch wenn ich Kuchen regelmäßig backe, so habe ich um klassische Torten einen Bogen gemacht. Das Erstlingswerk war dann eine Käsesahnetorte.
Der größte Unterschied lag vor allem in der Arbeitsorganisation bei Familienfeiern. Das Zepter in der Küche wurde im Prinzip an die „jüngere Generation“ weitergereicht – bewusst oder unbewusst – egal.
So wurden Koordination und Regie für das große Sonntagsessen mit Wild im Großen und Ganzen an mich abgegeben. Auch wenn das hieß, dass das Wildschweingulasch wesentlich später auf dem Tisch stand als vorgesehen. Das Wildschwein zierte sich etwas und brauchte länger als geplant. Ich drängte darauf es so lange im Ofen zu garen bis es wirklich zart war.
Oder so wie jetzt zu Weihnachten: 7 Personen zum Frühstück, 15 Personen aus der Familie mit 3-Gang-Mittagessen, Kaffee und Kuchen sowie Abendessen, dazu einige Übernachtungsgäste. Das erste Mal bei mir zu Hause! Die Vorspeise vom Mittagessen mit Rinderbrühe und Grießnocken komplett selbst gebastelt. Die Rouladen vom örtlichen Gasthof bestellt, dazu Semmelknödel und Kartoffelknödel sowie Rotkraut. Als Nachtisch dann Eis mit Schokoladen-Erdnuss-Sauce.
Die Logistik, wann was wie erhitzt oder frisch gekocht werden muss, damit es zur richtigen Zeit fertig ist und auch vorgekochte Speisen absolut sicher komplett durcherhitzt sind, war herausfordernd. Aber durch den Plan im Kopf nicht stressig. Eine zusätzliche 2-Kochfeld-Induktionsplatte war der Gamechanger. Die Entscheidung im Vorfeld, alles was nur irgendwie möglich ist vorzukochen, war gold wert.
Aus der Reihe tanzten lediglich die Grießklößchen. Die zimmerwarme Butter war nicht weich genug und bildete Klümpchen in der Grießmasse. Sie wurde dann im Ofen beim heißen Rotkohl aufgewärmt… Endlich klümpchenfrei gerührt, fertig gequollen und dann in zwei Chargen mit Teelöffeln zu kleinen Nocken geformt und gekocht. Das Essen am nächsten Tag hat gezeigt, dass sich auch Grießnocken völlig problemlos aufwärmen lassen…
Resumee: „Ich liebe es wenn ein Plan funktioniert!“ Alles geklappt: zeitlich, geschmacklich, menschlich. Was will man mehr? Danke an die Familie!
7. Was war der beste (oder lustigste) Suchbegriff, über den Besucher auf dein Blog gekommen sind?
Da gab es keine Kuriositäten.
8. Was wünschst du dir und deinem Blog für 2026?
Im Prinzip das Gleiche wie die letzten Jahre. Mit viel Dankbarkeit dafür, dass es mir nicht schlecht ergeht. Für 2026 wünsche ich mir vor allem Gesundheit für mich und meine Familie. Sowie auf Gottvertrauen, dass sich alles zum Guten wendet.
Ich wünsche allen meinen Lesern ein schönes und gutes Jahr 2026!

Meine bisherigen Jahresrückbliche:
- 2024: Mein Jahresrückblick 2024 #foodblogbilanz
- 2023: Mein Jahresrückblick 2023 #foodblogbilanz
- 2022: Mein Jahresrückblick 2022 #foodblogbilanz
- 2021: Mein Jahresrückblick 2021 #foodblogbilanz
- 2020: Mein Jahresrückblick 2020 #foodblogbilanz
- 2019: Mein Jahresrückblick 2019 #foodblogbilanz
- 2018: Mein Jahresrückblick 2018 #foodblogbilanz
- 2017: Mein Jahresrückblick 2017 #foodblogbilanz
Weitere Jahresrückblicke 2025 gibt es hier:















Sylvia, ich finde auch, dass man an deinen Fotos eine Entwicklung merkt, wie schön!
Das hast du sehr gut zusammengefasst „Gottvertrauen und dass sich alles zum Guten wendet“, das wünsche ich dir auch.
Liebe Sylvia, das Massaman-Curry-Rezept macht mich richtig an. Viele Grüße und alles Gute fürs Neue Jahr, Regina
Liebe Sylvia, wie schön zu sehen, dass du bei den Fotos so viel ausprobierst – das mache ich viel zu selten und freue mich dann doch immer über die Ergebnisse. Apropos: Das Wildschweingulasch sieht dermaßen köstlich aus, davon hätte ich gerne einen Teller. Grüße vom Bodensee